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Drei weitere Urner Parteien haben Interesse an SVP-Sitz in Bern

Die SVP Uri will mit Pascal Blöchlinger ins Rennen um den einzigen Urner Nationalratssitz gehen. Jetzt melden auch CVP, FDP und SP Interesse an.
Florian Arnold
Beat Arnold (Zweiter von links) wird seinen Platz im Nationalrat bald räumen. (Keystone/Anthony Anex, Bern, 11. März 2019)

Beat Arnold (Zweiter von links) wird seinen Platz im Nationalrat bald räumen. (Keystone/Anthony Anex, Bern, 11. März 2019)

Dass die SVP den frei werdenden Sitz von Beat Arnold verteidigen möchte, erstaunt kaum. Nachdem nun die Parteileitung Pascal Blöchlinger am Freitagmorgen als Kandidaten ins Spiel gebracht hat, melden nun auch CVP, FDP und SP Interesse an.

CVP: «Kandidatur aus der konsensorientierten Mitte»

«Die CVP Uri steigt ins Rennen um den frei werdenden Sitz im Nationalrat», heisst es unmissverständlich in einer Medienmitteilung der CVP Uri. Mit wem sie antreten wird, sei aber noch unklar. «Namhafte, erfahrene Personen haben bereits parteiintern ihr Interesse an einem Nationalratsmandat angekündigt», schreibt die CVP weiter. «Es war uns aber wichtig, den Entscheid von Beat Arnold abzuwarten», lässt sich CVP-Präsident Flavio Gisler zitieren. Die Partei wünsche Arnold eine rasche und vollständige Genesung.

In den kommenden Wochen solle sich in Gesprächen mit den Interessierten herauskristallisieren, wer in den Wahlkampf steigen wird. Die Parteileitung werde zuhanden der Nominationsversammlung einen Vorschlag machen.

Da der Kanton Uri lediglich auf einen einzigen Sitz Anspruch habe, sei es umso wichtiger, dass eine fähige und umsichtige Person dem Kanton Uri in Bern eine Stimme gebe, so die CVP. «Randregionen und das Berggebiet müssen in Bern wahrgenommen werden», wird Gisler weiter zitiert. «Zudem muss sich ein Grossteil der Urner Bevölkerung mit der Politik des einzigen Nationalrats identifizieren können. Daher braucht es eine Kandidatur aus der konsensorientierten Mitte.»

FDP: «Wir brauchen in Bern die besten Köpfe»

«Wir respektieren den nicht einfachen Entscheid von Beat Arnold und die Kandidatur der SVP», sagt FDP-Präsident Ruedi Cathry. Er verheimlicht aber auch nicht: «Wir machen uns Gedanken, mit einem eigenen Kandidaten für den Nationalrat zu kandidieren.» Man sei bereits im Gespräch mit verschiedenen Leuten und werde nächstens den Grundsatzentscheid fällen.

Heute stellt die FDP mit 18 Sitzen die zweitstärkste Landratsfraktion. Trotzdem erachtet Cathry eine zweite Kandidatur neben jener von Ständerat Josef Dittli als legitim. «Wir brauchen in Bern die besten Köpfe», so seine klare Meinung. «Nur wegen dem Wähleranteil im Landrat einen guten Kandidaten zu verhindern, wäre falsch», so Cathry. Man müsse parteiübergreifend für Uri denken. Dies sei schon zu den Zeiten so gewesen, als die CVP zwei Ständeratssitze für sich beanspruchte. «Die Persönlichkeiten haben damals vermutlich gestimmt.» Die FDP möchte ihre mögliche Kandidatur spätestens in den nächsten drei bis vier Wochen bekannt geben.

SP: «Bei jeder Wahl ein Thema»

«Wir sind nicht überrascht, dass Beat Arnold nicht mehr antritt, die SVP aber ihren Sitz in Bern verteidigen will», sagt Sebastian Züst, Geschäftsleitungsmitglied der SP Uri. «Dass entweder der Name Christian Arnold oder Pascal Blöchlinger fallen würde, war für uns klar.» Durch diese Ausgangslage wittert die SP Uri auch Chancen, selber den Sprung nach Bern zu schaffen. «Das war für uns bei jeder nationalen Wahl ein Thema.» Die Ausgangslage sei diesmal sogar besser als auch schon. «Wir werden uns eine Kandidatur genau überlegen und führen entsprechende Gespräche.»

In den kommenden Tagen möchte die SP Uri die konkreten Pläne kommunizieren. «Bis dahin müssen wir unseren potenziellen Kandidaten die Möglichkeit geben, sich im persönlichen und beruflichen Umfeld abzusprechen.» Dementsprechend gebe er noch keine Namen bekannt, so Züst. Gerüchte, dass der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin als heisser Kandidat gehandelt werde, will er weder bestätigen noch dementieren. Er selber werde keine Kandidatur ins Auge fassen. «Ich bin momentan mit dem Mandat im Gemeinderat Altdorf zufrieden», so Züst. Dass die mögliche SP-Kandidatur auch einen Werbeeffekt auf die kantonalen Wahlen im März 2020 haben wird, streitet Züst nicht ab. «Die nationalen Wahlen sind immer eine gute Plattform, unsere Inhalte ins Gespräch zu bringen.» Trotz allem sei eine Kandidatur auf alle Fälle ernst zu nehmen. Daneben positioniere sich die SP auch mit der nun lancierten Initiative zu den Kinderzulagen in Uri.

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