Leserbrief
«Dritte Partei soll nach Bern»

Zu den nationalen Wahlen vom 20. Oktober

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Wenn ich ab und zu im Fernsehen Ausschnitte aus der Session von National- oder Ständerat sehe, frage ich mich immer, wo wohl all diese gewählten Politiker sein mögen. Meist sind die Plätze, auf denen eigentlich die Parlamentarier sitzen sollten, leer und die Worte von tiefem Sinn verhallen beinahe ungehört im Ratssaal. Glücklicherweise sind ja noch einige Parteikolleginnen und Parteikollegen der Rednerin anwesend, welche grossen Applaus spenden. Solche Szenen haben mich doch eher irritiert, doch wenn man weiss, wie es auf dem nationalen politischen Parkett abgeht, sind diese Bilder einfach erklärbar. Die Meinungen der Politikerinnen und Politiker werden nicht während den Sessionen gemacht, sondern bereits Tage zuvor hinter verschlossenen Türen in den Fraktionssitzungen. Die allermeisten Statements im Saal sind dann noch lediglich für die Radio- und Fernsehstationen. Mit Heidi Zgraggen, CVP, und Josef Dittli, FDP, wird der Kanton Uri zwei versierte Vertreter in Bern haben, die für die Anliegen unseres Kantons in den Fraktionssitzungen der CVP und FDP Gehör finden werden. Aus diesem Blickwinkel müsste ein Kandidat einer dritten Partei gewählt werden. Mit Pascal Blöchlinger, dem aktuellen Landratspräsidenten, hätte der Kanton Uri auch in der SVP-Fraktion in Bern einen politisch versierten Mann, der dort die Anliegen unseres Kantons Uri direkt ansprechen kann. Aus diesen Überlegungen wähle ich am 20. Oktober aus Überzeugung Pascal Blöchlinger in den Nationalrat.

Martin Huser, Landrat, Unterschächen