Durchbruch beim Stollen des Kraftwerks Erstfeldertal geschafft

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist erreicht: Der Rohrstollen für die Druckleitung und der Entsanderstollen sind vollständig ausgebrochen. Das Kraftwerk soll Ende Jahr in Betrieb gehen.

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Der Durchbruch beim Rohrstollen ist geschafft.

Der Durchbruch beim Rohrstollen ist geschafft.

Bild: PD

(pd/MZ) Bereits Mitte April 2019 begannen die Vorarbeiten am neuen Kraftwerk Erstfeldertal, und am 17. Mai 2019 konnte der offizielle Spatenstich gefeiert werden. «Mit dem Spatenstich und dem Baubeginn wurde aus Visionen für ein Kraftwerk im Erstfeldertal definitiv Wirklichkeit», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Bauarbeiten am KW Erstfeldertal kommen gut voran und liegen im engen Zeitplan. Bis Weihnachten 2019 konnte die Kraftwerkszentrale im Rohbau fertiggestellt werden. Der Innenausbau der Kraftwerkszentrale hat bereits begonnen und der Einbau der Kraftwerksanlagen mit den Turbinen erfolgt ab Mitte Mai 2020.

Stollen komplett ausgebrochen

Gut voran gekommen sind auch die Untertagarbeiten am Rohrstollen für die Druckleitung. Der Sprengvortrieb beim Entsanderstollen, Schrägschacht und Rohrstollen sind abgeschlossen. «Am Freitag, 13. März, ist der Durchbruch erfolgt, ein wichtiger Meilenstein im Projekt» freut sich Verwaltungsratspräsident Werner Jauch. Insgesamt ist der Stollen für die Druckleitung rund 1000 Meter lang.

«Trotz dieser sehr erfreulichen Fortschritte bleibt der Zeitplan nach wie vor sportlich», erklärt Werner Jauch. «Bis Ende 2020 muss das KW Erstfeldertal zum ersten Mal Strom produzieren. Das verlangt weiterhin vollen Einsatz.». Insbesondere die ausserordentliche Lage aufgrund des Corona-Virus bringt neue Herausforderungen beim Bau des Kraftwerks und wird zu Verzögerungen bei Lieferungen von Material und Maschinen führen.

Tag der offenen Baustelle

Für die Bevölkerung bietet sich am 29. August Gelegenheit, am Tag der offenen Baustelle hinter die Kulissen des Baus des KW Erstfeldertal zu blicken. Das KW Erstfeldertal wird künftig rund 32 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das reicht für die Versorgung von gut 7100 Haushalten. Die Stromproduktion aus Wasserkraft schont das Klima. Das KW Erstfeldertal spart jährlich rund 40'000 Tonnen CO2 gegenüber einem Kohlekraftwerk ein. Insgesamt investiert die KW Erstfeldertal AG rund 37 Millionen Franken in den Bau des Kraftwerks. Der grösste Teil davon, gut 75 Prozent, wird in Uri bleiben, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Kraftwerk leistet im Betrieb 500‘000 Franken Wasserzinsen pro Jahr zugunsten des Kantons plus Steuern für die Gemeinde Erstfeld und den Kanton. Der Betrieb und Unterhalt werden zusätzliche Arbeit schaffen