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DV: Schützenverband feiert 150-Jahr-Jubiläum

Der Kantonalschützenverband Uri lud am Samstag zur Delegiertenversammlung der besonderen Art. Neben prominenten Gratulanten standen Ehrungen und das nächste «Kantonale» im Zentrum.
Paul Gwerder
Die Medaillengewinner an Schweizer Meisterschaften, flankiert von den Ehrendamen: (von links) Trainer Adi Arnold, Georg Zgraggen, Silas Stadler, Kilian Imholz, Helena Epp, Flavio Indergand, Nina Stadler, Fabio Wyrsch und Paul Wyrsch. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 17. März 2018))

Die Medaillengewinner an Schweizer Meisterschaften, flankiert von den Ehrendamen: (von links) Trainer Adi Arnold, Georg Zgraggen, Silas Stadler, Kilian Imholz, Helena Epp, Flavio Indergand, Nina Stadler, Fabio Wyrsch und Paul Wyrsch. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 17. März 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Die 150. DV des Kantonalschützenverbandes Uri (KSVU) stand unter dem Motto «Einisch andersch!» Die rund 200 Delegierten und Gäste wurden am Samstagnachmittag von der Seedorfer Blaskapelle im Uristier-Saal empfangen. Dirigiert wird diese von Paul Wyrsch, der schon mehrfach Schweizer Meister mit dem Kleinkalibergewehr war. Die Versammlung leitete Ehrenpräsident Josef Muheim, der zugleich OK-Präsident des Anlasses war. Mit ihrer Anwesenheit zeigten die Ständeräte Isidor Baumann und Josef Dittli, Nationalrat Beat Arnold, Landratspräsident Christoph Schillig, Landammann Beat Jörg und die Regierungsräte Urban Camenzind und Dimitri Moretti ihre Wertschätzung gegenüber den Schützen.

«Einisch andersch» war auch der Ablauf der DV: Nach dem Traktandum 6 wurde die Vorspeise serviert. Den Hauptgang gab es nach Traktandum 8 und das Dessert um 22 Uhr nach der Festansprache des Urner Landammanns. Dazwischen gab es den amüsanten Auftritt, die «musikalische Weltreise» von Robi Arnold und Fredy Schön, die am Keybord von Robi Fäh begleitet wurden. Am Schluss der DV traten die Flüeler Sängerknaben auf und sangen ein paar Ohrwürmer, die jeder im Saal kannte.

Gewaltige Erfolge im Sport

«An unseren Athleten hatten wir im vergangenen Jahr grosse Freude», hielt KSVU-Präsdient Christian Simmen in seinem Jahres­bericht fest. So konnten an der Armbrust-Weltmeisterschaft in Kroatien Christof Arnold und Stephan Loretz zahlreiche Medaillen holen. Arnold gewann dreimal Gold und zweimal Silber. Loretz erkämpfte ebenfalls dreimal Gold und dazu dreimal Silber. «Was für eine Leistung!», kommentierte Simmen. Weiter konnten einige Schweizer-Meister-Titel nach Uri gebracht wer-den. Dazu kommen die Medaillen am Juve-Final: der 1. Rang bei den Veteranen für Georg Zgraggen und der 2. Platz für Kilian Imholz bei den Junioren. Weiter haben die Pistolenschützen Altdorf-Erstfeld den 2. Platz im Final der Schweizerischen Sektionsmeisterschaft über die 50-Meter-Distanz erreicht.

«Mit grosser Freude» habe er im Herbst die Vernehmlassung zum Waffengesetz des SSV gelesen, fuhr Simmen fort. Der SSV fordert den Bundesrat in aller Deutlichkeit auf, den Spielraum zu nutzen und nicht auf die Forderungen der EU einzugehen.

2021 gibt es wieder ein Kantonalschützenfest

Nachdem die meisten Schützengesellschaften ihre Mithilfe beim Kantonalschützenfest 2021 zu­gesagt hatten, beschloss der Vorstand, den Grossanlass durch­zuführen. OK-Präsident ist Regierungsrat Urban Camenzind. «Nachdem wir schon vor zehn Jahren bei diesem Kantonalfest eine recht ‹gute Gattung›» gemacht haben, meine ich, sollten wir es wieder versuchen», sagte Camenzind. Christian Simmen wird dem Regierungsrat als OK-Vizepräsident zur Seite stehen.

Für Festredner Landammann Beat Jörg sind die Schützen eine verschworene Gemeinschaft, die es jedoch sportlich sehr weit gebracht haben. «Fast im Wochentakt kann ich in den Zeitungen über die erfolgreichen Urner Schützinnen und Schützen lesen», hielt Jörg fest. «Besonders Freude habe ich daran, dass die Jungen schon heute ihren früheren Vorbildern den Meister zeigen.» Er zeigte sich überzeugt, dass die Urner die nächste Herausforderung im Jahr 2021, das Kantonalschützenfest, wieder mit Bravour meistern werden.

«Für mich ist es eine grosse Ehre, an der Jubiläums-DV dabei sein zu dürfen», sagte der Alt­dorfer Gemeindepräsident Urs Kälin. Und wies darauf hin, dass Altdorf einmal eine Schützenhochburg war. So wurde der KSVU schon in Altdorf gegründet, die ersten Präsidenten waren zugleich auch noch Gemeindepräsidenten, und viele Strassenbezeichnungen deuten heute noch auf diese Zeiten hin. Grussbotschaften überbrachten auch Divisionär Lucas Caduff, Oberst im Gst, Hans Wyrsch und Renato Steffen vom Schweizer Schiesssportverband.

Verband sucht dringend einen Kassier

Die Jahresrechnung 2017 schloss mit einem kleinen Verlust von 8369 Franken. Der KSVU musste nach der Wahl eines neuen Kassiers an der DV 2017 vor Amtsantritt schon wieder dessen Demission aus privaten Gründen zur Kenntnis nehmen. Zum Glück war die bisherige Kassierin, Tanja Indergand, spontan bereit, das Amt noch mal ein Jahr zu machen. Ein absoluter Glücksfall. «Leider ist die Suche nach neuen Kandidaten alles andere als einfach», sagte Simmen. «Rund herum hagelt es Absagen. Mir will es nicht in den Kopf, dass wir hier im Kanton Uri keine Kandidatin oder Kandidaten finden sollen für das Amt des Kassiers im KSVU. Es stimmt mich nachdenklich, und es besorgt mich im höchsten Masse.»

Hinweis

Die Berichte des Präsidenten, vom Jungschützenwesen, vom Eidgenössischen Feldschiessen, vom Matchwesen, dem Pistolenschiessen, dem Einzelwettschiessen und die allgemeine Schiesstätigkeit können unter www.ksvu.ch nachgelesen werden.

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