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EGGBERGE: Anwohner fordern Verbesserungen

Unzufriedene Bahnbenützer und Ferienhausbesitzer kritisieren die Verbindungen der Luftseilbahn Eggberge. Der Verwaltungsrat gelobt Verbesserung. Doch auch bei den Passagierzahlen harzt es.
Georg Epp
Der wiedergewählte Verwaltungsrat der Luftseilbahn Flüelen–Eggberge. Von links: Erhard Saurer, Präsident Felix Muheim, Josef Marty, Jost Herger und Thomas Epp. Zum Gremium gehören auch Andreas Bossart und Urs Zurfluh. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 22. April 2017))

Der wiedergewählte Verwaltungsrat der Luftseilbahn Flüelen–Eggberge. Von links: Erhard Saurer, Präsident Felix Muheim, Josef Marty, Jost Herger und Thomas Epp. Zum Gremium gehören auch Andreas Bossart und Urs Zurfluh. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 22. April 2017))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Ursprünglich war geplant, die Hauptrevision der Luftseilbahn Eggberge am 24. April zu starten. Nun muss die Revision wegen erneuten Wintereinbruchs auf unbestimmte Zeit verschoben werden, mindestens so lange, bis der Busbetrieb wieder gefahrlos möglich ist. Offenbar klappte dabei die Orientierung der Seilbahnbenützer und Ferienhausbesitzer nicht optimal, wie an der ordentlichen Generalversammlung der Luftseilbahn Flüelen-Eggberge AG am Samstag im Hotel Höfli in Altdorf bekannt wurde.

Mitte vergangener Woche erhielt der Verwaltungsrat demnach Post mit 73 Unterschriften und diversen Anregungen, wie man es besser machen könnte. Kurt Kieliger nannte an der GV die drei wichtigsten Beanstandungen wie folgt: Der Ersatz der Bahn mit Bus soll während der Hauptrevision und bei Föhnphasen verbessert werden. Verbessert werden soll auch die Information an die Seilbahnbenützer, und schliesslich wünsche man sich auch Fahrplananpassungen.

Verwaltungsratspräsident ­Felix Muheim meinte zum Nottransport bis ins Eggeli: «Hier gibt es einen rechtlichen und einen moralisch politischen Aspekt.» Er betonte, dass die Bahn rechtlich nicht verpflichtet sei, Nottransporte zu machen, man sei aber bereit, aus moralischen und politischen Gründen Verbesserungen ins Auge zu fassen. ­Muheim erklärte zudem, dass 80 Prozent der ausfallenden Bahnfahrten auf die Winterzeit fallen, während derer kein Busbetrieb möglich sei. Den Fahrplan auszuweiten, sei mit dem aktuellen Personalbestand und Arbeitszeitgesetz kaum möglich. Er äusserte zudem auch gewisse Zweifel am Bedarf.

Die Voten von Kurt Kieliger wurden durch verschiedene Aktionäre unterstützt. Der Verwaltungsrat wird nun wohl kaum darum herumkommen, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Gemeinden Flüelen und Altdorf und den Bewohnern der Eggberge ins Auge zu fassen, um Probleme lösen zu können.

Eggbergbahn mit rückläufigen Frequenzen

51 Aktionäre mit total 1080 Aktienstimmen waren am Samstag an der GV zugegen. Verwaltungsratspräsident Felix Muheim nahm dabei die 73 906 Personentransporte unter die Lupe. Er werde immer wieder gefragt, wieso die Eggbergbahn rückläufige Frequenzzahlen habe. Die Zahl sei nicht überwältigend, aber auch nicht so schlecht, meinte der Vorsitzende. Er dementierte, dass dies nur dem Föhn oder dem Wetter zuzuschreiben ist, auch andere Bahnen würden tiefere Werte präsentieren. Die meisten grösseren Bahnen seien auf den Wintertourismus ausgerichtet, überall starte man Bemühungen mit Anlässen und Installationen wie etwa Seilpärke, um auch im Sommer bessere Frequenzen zu erzielen. Das führe dazu, dass die Besucher einfach die Bahn wechseln, mehr Gäste seien damit nicht unterwegs.

Auch die Luftseilbahn Eggberge müsse sich auf ihre Stärken konzentrieren, nämlich auf das Wanderangebot wie zum Beispiel den Schächentaler Höhenweg, auf ein attraktives ÖV-Angebot oder auf gezielte nachhaltige Werbung. Trotz 6 Prozent tieferen Betriebsertrags konnte ein Jahresgewinn von 7738 Franken präsentiert werden. Hier meinte Vizepräsident und Finanzchef Erhard Saurer: «Es geht uns gut, aber in den nächsten fünf Jahren werden Revisionskosten in der Höhe von bis zu 900000 Franken erwartet. Wir sind gezwungen zu sparen.» Rückstellungen für besondere Risiken konnten im vergangenen Jahr keine gemacht werden. Für Felix Muheim ist es wichtig, dass die Personalkosten im Griff gehalten werden und dass nicht über die Verhältnisse gelebt wird. Die Aktionäre genehmigten die Jahresrechnung 2016 und entlasteten den Verwaltungsrat. Beschlossen wurde, 5000 Franken in den Reservefonds einzulegen und den restlichen Gewinn auf die neue Rechnung vorzutragen.

Auf der Traktandenliste stand auch die Wiederwahl des Verwaltungsrates. Dieser bleibt für die nächsten drei Amtsjahre unverändert. Sämtliche zur Wahl stehenden Mitglieder wurden wiedergewählt.

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