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Altdorf ehrt den Chef des Urner Kultur-Epizentrums

Heinz Keller wurde am Mittwochabend mit der Altdorfer Medaille geehrt. Gemeindepräsident Urs Kälin würdigte die Verdienste des ehemaligen Leiters auf dem Weg des Theaters Uri zur führenden Kulturinstitution.
Markus Zwyssig
Gemeindepräsident Urs Kälin (links) überreicht Heinz Keller die Altdorfer Medaille und eine Urkunde. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 16. Januar 2018)

Gemeindepräsident Urs Kälin (links) überreicht Heinz Keller die Altdorfer Medaille und eine Urkunde. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 16. Januar 2018)

Die Altdorfer Medaille ist kein Kulturpreis. Trotzdem haben schon mehrere Kulturschaffende die Auszeichnung erhalten. «Der Gemeinderat geht damit recht sparsam um, wahrscheinlich, weil diese Medaille so wertvoll ist», sagte Gemeindepräsident Urs Kälin bei der Übergabe am Mittwochabend mit einem Schmunzeln.

Zusammen mit der Medaille wurde Heinz Keller eine Urkunde überreicht mit der Widmung: «In Verdankung und in Anerkennung des wertvollen Beitrags zum vielfältigen und äusserst lebendigen Kulturbetrieb im Kanton Uri und insbesondere in Würdigung der herausragenden Leistung beim Aufbau und bei der Etablierung des Theaters Uri als führende Kulturinstitution.»

Über 30 Orte für Kultur alleine in Altdorf

Kälin hatte sehr viel Lob für die kulturelle Vielfalt in Uri und speziell in Altdorf: «Es ist schlicht und einfach genial, was hier geboten wird.» In mehr als 30 Orten und Räumlichkeiten finde in Altdorf regelmässig Kultur statt. Eines ist für Kälin dabei aber klar: «Das Epizentrum des kantonalen und lokalen Kulturbetriebs ist das Theater Uri.» Das habe unzweifelhaft mit Preisträger Heinz Keller zu tun. «Er hat den Betrieb im Theater Uri während 19 Jahren in künstlerischer, technischer und administrativ-wirtschaftlicher Hinsicht mit Leidenschaft für die Kunst geleitet», attestierte Kälin dem ehemaligen Chef.

Als Theaterleiter habe Keller viele Hüte getragen. «Er war gleichzeitig Ermöglicher, Erfinder, Motivator, Netzwerker, Innovator, Gastgeber, Risikoinvestor und Brückenbauer.» Keller habe Projekte ermutigt, gefördert oder selbst angestossen, neue Formate erfunden und auch Regie geführt und selbst Texte geschrieben. «Heinz Keller liebt die Kunst und glaubt an die gesellschaftliche, verrückende Kraft. Zu unserem grossen Glück liebt er das Publikum genauso wie die Künstlerinnen und Künstler.» Es sei Kellers persönliches Verdienst, dass das Theater Uri zu dem geworden sei, was es heute ist.

Altdorfer Medaille

Mit der seit 1991 verliehenen Altdorfer Medaille werden herausragende Leistungen zu Gunsten der Öffentlichkeit und im Speziellen für die Gemeinde Altdorf gewürdigt. Preisträger waren bisher unter anderem der Unternehmer Max Dätwyler, Mundartforscher Felix Aschwanden, Kunsthistorikerin Helmi Gasser, die Musiker Michel Truniger, Lea Ziegler Tschalèr und Christian Zgraggen, die Radballer Roman Schneider und Dominik Planzer, aber auch Organisationen wie die Nächstenliebe oder die Suppenanstalt. (MZ)

Keller gibt Lob an sein Team weiter

Der ehemalige Leiter im Theater Uri bedankte sich für die Ehre, gab das Lob aber gleich weiter: «Verschiedene Akteure haben zum Erfolg im Theater Uri beigetragen.» Es sei eine Herausforderung für das gesamte Personal im Theater Uri gewesen, dass man das mit den vorhandenen finanziellen Mitteln auch geschafft habe. Keller dankte insbesondere dem Kanton, der Gemeinde Altdorf, aber auch der Dätwyler-Stiftung und der Korporation Uri, welche an das Projekt geglaubt hätten.

Keller ist überzeugt, dass mit Michel Truniger, dem neuen Leiter des Hauses, die Zukunft des Theaters Uri gut aufgegleist ist. «Das Haus lebt weiter», so Keller erfreut. «Das war ja auch der Sinn meiner 19-jährigen Tätigkeit für das Theater Uri.»

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