Eigenes Modell für ein Freizeitzentrum entworfen

Alicia Gisler aus Altdorf hat ihre Maturaarbeit gleich als Vorbereitung für ihr späteres Architekturstudium genommen. 

Remo Infanger
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Aus Plexiglas und Schaumstoffplatten fertigte Alicia Gisler ein Modell für ein Freizeitzentrum im Kanton Uri an. (Bild: Remo Infanger, 16. November 2018)

Aus Plexiglas und Schaumstoffplatten fertigte Alicia Gisler ein Modell für ein Freizeitzentrum im Kanton Uri an. (Bild: Remo Infanger, 16. November 2018)

«Weil ich nach dem Gymi Architektur studieren gehe, wollte ich mich bereits vor dem Studium mit der Baukunst auseinandersetzen», sagt Alicia Gisler aus Altdorf. «Die Abschlussarbeit bot daher eine gute Gelegenheit dazu.» So hat sich die 19-Jährige entschlossen, als Maturaarbeit ein Sport- und Freizeitzentrumsmodell für den Kanton Uri zu gestalten. Dies nicht zuletzt auch, weil es teilweise an Freizeitmöglichkeiten in Uri mangle. «Als im Kollegenkreis noch niemand Autofahren konnte, war es schwer, beispielsweise nach Morschach in den Swiss Holiday Park zu gelangen», so Gisler. Aus dem Wunsch, etwas Ähnliches in der Nähe zu haben, sei darum die Idee entstanden.

Zwei Gebäude in Anlehnung an die Urner Landschaft

Nach vielen Skizzen auf Papier, Modellen aus Karton und unzähligen Stunden an Herumtüfteleien ist schliesslich ein Freizeitzentrum «en miniature» entstanden. Aus Plexiglas und Schaumstoff gestaltete Gisler zwei Gebäude, die im Kontrast zueinanderstehen und an die Urner Landschaft angelehnt sind: Das kleinere Gebilde symbolisiert das Wasser, die Seen und beinhaltet passend dazu Aktivitätsmöglichkeiten wie Wellness oder Bäder, während das höhere Gebäude an die Bergwelt erinnert mit Räumen für Sport, Konzerte oder Ausstellungen.

Dachbar bietet Blick über die Reussebene

«Mein persönliches Highlight des Modells ist die ‹Skybar› im obersten Stockwerk mit Panoramablick über die Reussebene», ergänzt Gisler. Dass es bei ihrem gestalteten Projekt wohl beim Modell bleiben wird, sei für sie klar gewesen. «Es ging vor allem darum, einmal zu sehen, wie man sich an ein Architektur-Projekt herantastet und welche Hürden zu bewältigen sind», erklärt Alicia Gisler.

Urner Kollegischüler präsentieren ihre Maturaarbeiten

Ein Freizeitzentrum in Altdorf, die Schwemmholzsituation beim Reussdelta oder ein Lehrpfad am Sidelengletscher: Die Maturanden präsentieren wiederum vielfältige Abschlussarbeiten. Unsere Zeitung hat drei davon herausgepickt.
Remo Infanger