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Bürglen: Eigentümer erhalten
«Rundum-sorglos-Paket»

Das EWA setzt für das Wohnquartier Hintere Schilligmatte oberhalb des Dorfkerns von Bürglen eine nachhaltige Energielösung um. Möglich ist dies auch dank der neuen Energieverordnung.
Beni Gisler (links) und Bruno Gamma (rechts) von der Gamma Immobilien AG begutachten mit Remo Burgener vom EWA die neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Wohnhauses in der Schilligmatte (Bild: PD)

Beni Gisler (links) und Bruno Gamma (rechts) von der Gamma Immobilien AG begutachten mit Remo Burgener vom EWA die neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Wohnhauses in der Schilligmatte (Bild: PD)

Im neuen Wohnquartier Hintere Schilligmatte oberhalb des Dorfkerns von Bürglen wird die Sonnenhanglage zur Produktion von Sonnenenergie genutzt. Dieses Projekt geht noch einen Schritt weiter in Richtung Energiezukunft, denn eine integrierte Gesamtenergielösung verknüpft mehrere Energiesysteme: Elektrizität, Wärme und Warmwasser. Die produzierte Energie kann so optimal genutzt werden.

Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach ist heute nicht mehr etwas Aussergewöhnliches – bei einem neuen Haus erst recht nicht. Auch im neuen Wohnquartier Schilligmatte kommen Solarpanels aufs Dach. Die Lage eignet sich sehr gut zur Produktion von Solarenergie. Das Besondere daran ist, dass die Fotovoltaikanlage Teil einer integrierten Gesamtenergielösung ist.

Verbrauch jedes Nutzers wird erfasst

«EWA Smartenergy, die clevere Nutzung von Energie, ist ein Trend für die Energiezukunft», erklärt Remo Burgener, Leiter Bereich Energie und Mitglied der Geschäftsleitung des Elektrizitätswerks Altdorf (EWA). «Hier im Wohnquartier Schilligmatte setzen wir bereits ein Smartenergy-Projekt um: Das EWA baut die Fotovoltaikanlage auf dem Dach zur Produktion von Solarstrom.» Das Urner Energieunternehmen übernimmt die Investitionen in die Fotovoltaikanlage sowie in die Wärmepumpe, die teilweise durch den Solarstrom angetrieben wird. Die Hausbewohner beziehen die Wärme über ein Wärmepumpen-Contracting mit dem EWA. Reicht der selber produzierte Strom einmal nicht aus, wird ökologisch nachhaltiger Urstrom eingespiesen.

Zum Smartenergy-System in der Hinteren Schilligmatte in Bürglen gehören als weitere Komponente ein Warmwasserboiler, der als Speicher genutzt wird, eine intelligente Steuerung sowie Smart-Meter. «Diese Smart-Meter dienen als Datenplattform für Strom, Wärme und Wasser», sagt Burgener. «Sie machen es technisch möglich, dass der Verbrauch jedes Nutzers erfasst werden kann.»

Anlagen werden interessanter

Neben der technischen Seite gibt es auch eine politische Seite, die integrierte Energielösungen wie diejenige in der Schilligmatte erst möglich macht. Seit Anfang 2018 ist die neue Energieverordnung in Kraft. Sie besagt, dass Endverbraucher, die Strom aus einer eigenen Produktionsanlage beziehen, einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) bilden können. «Diese Regelung macht Fotovoltaikanlagen und integrierte Energiesysteme auch für Mehrfamilienhäuser und Wohnquartiere interessant», führt Bruno Gamma aus. Er ist Geschäftsleiter der Gamma Immobilien AG und Bauherr des Projekts Hintere Schilligmatte. Das EWA hat in der Schilligmatte eine ZEV eingerichtet und übernimmt die Messungen und Abrechnungen. «Von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach können alle Wohnungsbesitzer Strom beziehen», führt Gamma weiter aus. Dadurch, dass die Anlage auch die Wärmepumpe antreibt, steigt der Anteil des eigens verbrauchten Stroms. Dank der intelligenten Zähler lässt sich der Verbrauch ausserdem einfach den einzelnen Konsumenten zuweisen. «Als Dienstleistung für die Verwaltung wird dadurch das Abrechnen wesentlich einfacher», sagt Gamma.

Wohnquartier für Energiezukunft

«Strom dezentral und nachhaltig selber zu produzieren und vor Ort wieder zu verbrauchen ist ein Zukunftsmodell. Sowohl für uns als Immobilienentwickler als auch für den Energiedienstleister EWA.» Die Wohnungseigentümer erhalten laut Gamma dank EWA-Smartenergy «ein Rundum-sorglos-Paket» für Strom und Wärme. (pd/jb)

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