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Ein Abstieg mit Ansage

Reporter Urs Hanhart zum Sportjahr 2019 aus Urner Sicht.
Urs Hanhart
Urs Hanhart, Reporter Urner Zeitung. (Bild: zf)

Urs Hanhart, Reporter Urner Zeitung. (Bild: zf)

2019 ist für die Urner Mannschaften augenscheinlich alles andere als ein gutes Jahr. Dies gilt insbesondere für jene aus dem Hauptort. Die Handballer vom KTV Altdorf sind schon vor geraumer Zeit von der Nationalliga A in die erste Liga abgestiegen. Und jetzt steht auch noch der FC Altdorf vor dem gleichen Schicksal – ihm droht die Relegation von der zweiten Liga interregional in die zweite Liga. Ein Entrinnen ist kaum mehr möglich.

Bei den Handballern war schon länger absehbar, dass es irgendwann nicht mehr für den Ligaerhalt reichen würde. Nach dem Kurzgastspiel in der Nationalliga A vor sechs Jahren baute die KTV-Truppe immer mehr ab. Die erste Saison nach dem Abstieg in die zweithöchste nationale Liga konnte zwar noch auf dem sehr guten dritten Platz abgeschlossen werden. Aber von da weg ging es nur noch bergab. Die Gelb-Schwarzen rutschen von Jahr zu Jahr immer weiter nach unten. Bereits 2018 geriet die Mannschaft in höchste Abstiegsgefahr und der Klassenerhalt konnte nur in extremis sichergestellt werden. Nach dem Weggang des langjährigen Spielertrainers Mario Obad und einigen weiteren Abgängen, die nicht oder nur ungenügend mit Neuverpflichtungen kompensiert wurden, nahm die (erwartete) Talfahrt ihren brutalen Lauf. Der KTV Altdorf geriet durch ein extrem schweres Startprogramm mit lauter hochkarätigen Gegnern schon früh ins Hintertreffen und schaffte es während der gesamten Saison nie, an frühere Leistungen anzuknüpfen.

Immerhin wollen sich die Vereinsverantwortlichen mit dem Herumdümpeln in der vergleichsweise zur Nationalliga B bedeutungslosen ersten Liga nicht zufriedengeben. Sie haben bereits verkündet, dass der sofortige Wiederaufstieg konsequent angestrebt werden soll. Ob dieses Ziel indes realistisch ist, darf bezweifelt werden. Gleich mehrere langjährige Leistungsträger und Teamstützen sind zurückgetreten oder haben den Verein verlassen. Mit dem neuen Spielertrainer Mario Jelinic konnte zwar ein «dicker Fisch» an Land gezogen werden. Aber ansonsten sieht es bezüglich Neuverpflichtungen zumindest bislang nicht gerade rosig aus. Jelinic ist um seine neue Aufgabe nicht zu beneiden. Er muss mit einem voraussichtlich deutlich schwächeren Kader als in den letzten Jahren die Rückkehr in die Nationalliga B anstreben. Dabei gilt es zu bedenken, dass das spielerische Niveau in der ersten Liga keineswegs viel tiefer ist als in der zweithöchsten Spielklasse. Selbst ein renommierter Verein wie der BSV Stans brauchte mehrere Jahre Anlauf, um wieder B-klassig zu werden. Andere langjährige Nationalliga-B-Stammvereine wie beispielsweise der KTV Muotathal sind in der ersten Liga sitzen geblieben.

Dem FC Altdorf ist der direkte Wiederaufstieg schon eher zuzutrauen, sofern sich die Abgänge im Rahmen halten. In der Ende gehenden Saison ist die Elf von Spielertrainer Samuel Lustenberger nicht zuletzt durch sehr grosses Verletzungspech ins Hintertreffen geraten. Ansonsten hätte dieses Team sicherlich das Potenzial gehabt, die Klasse zu halten.

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