Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein Künstler gibt Einblick in seine zweite Welt

«Klettern in Amerika» und «Erstbegehungen in Urner Kalk und Granit»: So lautet der Titel eines Vortrags des Altdorfer Holzbildhauers und passionierten Kletterers Hans Gisler.
Während Hans Gisler die über 100 Meter lange Rissverschneidung passiert, kreisen Bergdohlen hoch über der Salbitschijen-Südwestwand. (Bild: Thomas Hediger (Göschenen, 28. Juli 2018))

Während Hans Gisler die über 100 Meter lange Rissverschneidung passiert, kreisen Bergdohlen hoch über der Salbitschijen-Südwestwand. (Bild: Thomas Hediger (Göschenen, 28. Juli 2018))

Das Atelier an der Attinghauserstrasse 120 ist die erste Welt des Altdorfer Bildhauers Hans Gisler. Dort setzt er sich äusserst fantasievoll und kreativ mit dem Werkstoff Holz auseinander. Wenn er nicht gerade im Atelier sitzt und dort zeichnet, modelliert, sägt, schnitzt und hobelt, dann ist der gebürtige Riemenstalder meistens in seiner zweiten Welt anzutreffen: in den Bergen. Das Klettern hat es dem 53-jährigen Holzbildhauer angetan. Er ist viel am Fels unterwegs, mitunter im Ausland, oft aber auch als Erstbegeher von neuen Routen in den Urner Bergen.

Die SAC-Sektion Gotthard organisiert am Mittwoch, 14. November, in der Aula in Bürglen einen Vortrag von Hans Gisler. Der Künstler, Alpinist und Tourenleiter zeigt an diesem Abend Bilder von wunderschönen Landschaften, markanten Felsformationen und natürlich von seinem grossen Hobby Klettern.

Eine Erstbegehung am Salbitschijen

Im ersten Teil des Vortrags wird der Altdorfer von seinen Klettereien in Amerika berichten. Der zweite Teil steht dann unter dem Titel «Erstbegehungen in Urner Kalk und Granit». In seinem Vortrag wird der Künstler und Kletterer unter anderem auch in Bild und Wort über seine jüngste Erstbegehung berichten. Am 14., 15., 28. und 29. Juli hat der Altdorfer an der Südwestwand des Salbitschijen eine neue Route eingerichtet. «Sie weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad zwischen 5c und 6b+ auf, wobei ich die Schlüsselseillänge als 6c+ einstufen würde. Das Besondere an dieser Linie ist, dass die Zwischensicherungen auf weite Stecken selber gelegt werden müssen», sagt der erfahrene Alpinist.

Über neun Seillängen und rund 300 Klettermeter geht es hinauf auf die Schulter des Turm 1. Der Einstieg erfolgt rund 100 Meter westlich der weltbekannten Westgratroute, über die der Gipfel des 2981 Meter hohen Salbitschijen erreicht werden kann.

Hediger und Bunschi haben mitgeholfen

Gisler betont, dass die Erstbegehung ohne Hilfe natürlich nicht möglich geworden wäre. «Für meine Idee einer Route durch diese Rissverschneidung, die schon aus dem Voralptal ins Auge sticht, war auch Thomas Hediger, der Chef des Salbitbiwaks, zu begeistern. Mit ihm zusammen konnte ich diese perfekte Linie realisieren», erklärt Gisler. «Ausserdem hat mir Ruedi Bunschi geholfen, die Risse im Felsen zu reinigen respektive das Gras und den Dreck zu entfernen.»

«Eagle Eye»: So hat Gisler die neue Kletterroute zum Turm 1 am Salbitschijen getauft. Und bei der Wahl des Namens dürfte das Auge des Künstlers Hans Gisler eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. «Erst beim Sortieren der Fotos ist mir aufgefallen, dass auf der Schlüsselseillänge ein Adlerkopf mit Auge und Schnabel zu erkennen ist», erklärt er. «Damit war für mich der Fall klar.»

Viele Kletterfreaks ins Tal locken

«Mit dieser neuen Route ist es wie mit einem speziellen Baumstamm», sagt der Holzbildhauer. «Du schaust die Beschaffenheit und Strukturen an und siehst bald einmal: Daraus kann etwas Aussergewöhnliches werden.» Gisler hofft nun natürlich, dass die neue Route viele Kletterfreaks ins Göscheneralptal locken wird, die den steilen Weg zur Salbithütte hoch und weiter zum Salbitschijen-Turm auf sich nehmen und seine neuste Kreation klettern werden.

Der Vortrag von Hans Gisler findet am Mittwoch, 14. November, 19.30 Uhr, in der Aula in Bürglen statt. Der Eintritt ist frei (Türkollekte).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.