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«Ein Meilenstein im lebenslangen Lernen»

59 junge Berufsleute haben ihre Ausbildung im kaufmännischen Bereich respektive im Detailhandel erfolgreich abgeschlossen. In seiner Rede an der Feier im Theater Uri ging Bildungsdirektor Beat Jörg bis in die Zeit der Dinosaurier zurück.
Markus Zwyssig
Emotionen prägten die Lehrabschlussfeier am Donnerstag in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 5. Juli 2018)

Emotionen prägten die Lehrabschlussfeier am Donnerstag in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 5. Juli 2018)

Bildungsdirektor Beat Jörg drehte an der Lehrabschlussfeier der Abteilung Wirtschaft und Verkauf am Donnerstagabend im Theater Uri das Rad der Zeit weit zurück. Er zeigte ein Bild des gefürchtetsten Dinosauriers T-Rex. «Ein riesiger Meteorit brachte die Tiere damals zum Aussterben», sagte Jörg. «Der König der Kreidezeit war nicht in der Lage, sich genug schnell an seine massiv veränderte Umwelt anzupassen.»

Darauf zeigte Jörg das Bild eines Arbeiters am Webstuhl. Vor zweihundert Jahren wurde der Beruf häufig ausgeführt. «Das änderte sich aber mit der Erfindung der Dampfmaschine», so Jörg. «Diese wurde sofort auch dazu eingesetzt, Webmaschinen anzutreiben.» Als Folge davon sei der alte und ehrwürdige Beruf des Handwebers ausgestorben.

«Wir sind fähig, uns sehr schnell anzupassen»

Die Veränderungen gehen rasant weiter. 25 von 100 Beschäftigten arbeiten in Berufen, die bald von Computer oder Maschinen erledigt werden können. «Das ist die grosse Herausforderung unserer Zeit», sagte Jörg. Er gab sich aber überzeugt, dass sie zu meistern sei: «Anders als T-Rex in der Kreidezeit, anders auch als die Handweber vor zweihundert Jahren sind wir fähig, uns sehr schnell an veränderte Umweltbedingungen anzupassen.» Schlüssel dazu sei die Bildung: Ausbildung, Weiterbildung, lebenslanges Lernen. «In diesem lebenslangen Lernen haben unsere jungen Berufsleute heute einen wichtigen Meilenstein erreicht», zeigte sich Jörg überzeugt.

Die erfolgreichen Prüfungsabsolventen würden ein riesiges Potenzial in sich tragen. Jörgs Ratschlag: «Entwickeln Sie sich beruflich und persönlich laufend weiter.». Den Absolventen der beruflichen Grundbildung stünden viele Türen offen: die Berufsmaturität, die höheren Fachschulen, die Fachhochschulen oder – nach weiteren Kursen – auch ein Hochschulstudium.

Fortgehen und mit viel Wissen und Erfahrungen zurück kommen

Jörg riet den erfolgreichen Ausbildungsabsolventen, in die Welt hinaus zu gehen. «Kommen Sie später um viel Wissen und Erfahrungen reicher zu uns in den Kanton Uri zurück», sagte Jörg. «Wir brauchen Sie, liebe junge Berufsleute. Auf Ihrer künftigen Leistung ruht der Erfolg der Gesellschaft und der Wirtschaft in Uri.» Jörg wünschte den jungen Berufsleuten alles Gute, viel Mut, viel Erfolg und Erfüllung.

Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit Berufsmatura (Bilder: Urs Hanhart, Altdorf, 5. Juli 2018)
Lehrabschlussfeier in Altodrf. Kaufleute mit Berufmatura
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit Berufsmatura
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit E-Profil
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit E-Profil
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit E-Profil
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Kaufleute mit B-Profil
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Detailhandel
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Detailhandel
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Detailhandel
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Detailhandel
Lehrabschlussfeier in Altdorf. Detailhandel
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59 junge Berufsleute erhalten Fähigkeitszeugnisse und Maturaausweise

«And yet it moves» hiess ein Stück, das der Urner Singer-Songwriter Mario «Moe» Schelbert zusammen mit Gitarrist Michael Boner spielte. «Der Liedtitel ist recht passend», sagte David Schuler, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) Uri. Jetzt komme Bewegung in die Geschichte der Feier. «Das heute ausgehändigte eidgenössische Fähigkeitszeugnis und der Berufsmatura-Ausweis sind ein Ticket für die berufliche Zukunft, für den Eintritt ins Berufs- und Erwerbsleben», so Schuler. «Ihre Fähigkeiten haben Sie unter Beweis gestellt. Nun gilt es, diese für eine gute Zukunft einzusetzen und weiter zu entwickeln.»

Kauffrau Sina Arnold aus Bürglen blickte auf ihre Ausbildungszeit zurück. Zuerst sei man vor der Herausforderung der Suche einer Lehrstelle gestanden. «Die Vorfreude auf die Lehrzeit begann mit dem Unterschreiben des Lehrvertrags.» So richtig habe man es sich aber noch nicht vorstellen können, so Arnold. «Wir haben Erfahrungen gesammelt und sind in die Erwachsenenwelt eingetreten. Die Schule und vor allem auch die Auslandaufenthalte brachten Abwechslung zur Arbeit.» Nach den erfolgreich bestandenen Prüfungen könne man sich jetzt etwas zurücklehnen und wieder vermehrt den Hobbys zuwenden.

59 junge Berufsleute hatten gestern im Theater Uri Grund zur Freude. Eine besondere Ehre wurde Stefanie Gisler aus Altdorf und Karin Sigrist aus Bauen zu Teil. Sie haben ihre Berufsmatura mit der Traumnote 5,6 abgeschlossen. Fredi Russi, Leiter Firmenkunden UKB, überreichte beiden den mit 1000 Franken dotierten UKB-Preis.

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