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Follenseeli: Ein «Seeli», das viele Steine schluckt

Yasmin Kunz
Das Follenseeli auf dem Gemeindegebiet Kerns eignet sich perfekt, um Steine hüpfen zu lassen. (Bild: Yasmin Kunz, 10. Oktober 2018)

Das Follenseeli auf dem Gemeindegebiet Kerns eignet sich perfekt, um Steine hüpfen zu lassen. (Bild: Yasmin Kunz, 10. Oktober 2018)

Erstmals habe ich Mitte Juli an dieser Stelle über mein Bergseen-Wanderprojekt geschrieben, gestartet mit dem Seewlialpsee im Kanton Uri. Eigentlich, und das kann ich jetzt ja zugeben, war das Foto von damals eine Notlösung. Es lag weder international, national noch regional ein taugliches Bild vor. Eines, zu dem man auch inhaltlich etwas hätte bieten können.

So entschied ich, ein Bild aus meiner Galerie zu nehmen und über die schöne Zentralschweiz zu berichten. Nicht nur nach dem Beitrag über den ersten Bergsee war das Echo riesig. So viele Rückmeldungen wie zu dieser Wander-Serie habe ich meines Wissens in meiner Zeit bei der Zeitung noch nie erhalten. Dafür danke ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser.

So wie sich die milde Periode dem Ende zuneigt, so ist dies auch der letzte Beitrag zur Serie. Das Follenseeli sei der Obwaldner Geheimtipp, schrieb mir eine Leserin. Sie animierte mich, am See zu «schiferä». Das sei bei ihrer Familie Tradition, wenn sie am Follenseeli seien. «Schiferä» musste ich also einfach ausprobieren. Das Ziel ist es, dass der Stein möglichst oft über die Wasseroberfläche hüpft, bevor er versinkt.

Der Rekordhalter schafft 88 Hüpfer. Seit 2013 wurde dieser Rekord ungebrochen. Auch ich vermochte das nicht zu ändern – im Gegenteil: Meine Steine sind höchstens zweimal gehüpft und dann auf dem Grund des Sees verschwunden.

Nachforschungen haben ergeben, dass dieses Steinehüpfen tatsächlich wissenschaftlich untersucht wurde, weil es sich eben um eine komplexe Angelegenheit handelt. Ich will hier jedoch nicht mit physikalischen Erläuterungen ins Detail gehen. Fest steht dies: An den Steinen lag meine miserable Hüpfquote nicht. Ich scheiterte an der Technik. Abwurfhöhe, Rotation und Winkel nicht beachtet.

Wie dem auch sei: «Schiferä», wie die Obwaldner sagen, muss ich noch üben. Wellenarmes und ruhiges Gewässer gibt es auch anderswo – und die Liste mit Tipps zu Zentralschweizer Bergseen ist noch lang.

Dennoch: Altbundesrat Adolf Ogi sagte einmal, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Er hatte Recht.

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