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Ein Stück Emanzipationsgeschichte

Mode Zum Skifahren gehörten genagelte Schuhe, lange Hosen, eingewickelt bis zu den Knien mit Wadenbinden, und ein – wenn möglich blendend weisser – dicker Pullover mit hohem Rollkragen. Die Frauen mussten sich in langen Röcken und mit ihren breitrandigen und unter dem Kinn festgebundenen Hüten den langen Brettern anvertrauen. Später kamen dann die dunkelblauen, hochgeschlossenen Norweger-Anzüge auf, die durchaus zweckmässig waren und ihre Träger mit berechtigtem Stolz erfüllten. Die Skiausrüstung hatte mit der Mode zu gehen. Die beste Skiausrüstung nützte aber wenig, wenn der Fahrer die Skitechnik nicht beherrschte. Der populär werdende Skisport machte dann rasch der Erkenntnis Platz, dass beim Skisport Hosen praktischer sind als Röcke. So schrieb der Skisport ein Stück Emanzipationsgeschichte. Die Frau begann Hosen zu tragen, was jahrhundertelang undenkbar gewesen war. Im Alltag hatte es das neue Kleidungsstück allerdings noch schwer. So kam es Anfang der 1940er-Jahre an der Altdorfer Mädchenschule zum «Skihosen-Krieg», indem die Ordensschwestern Skihosen im Unterricht nicht tolerierten. Der Schulrat Altdorf stellte sich ebenfalls auf den Standpunkt, dass nur auf Sportplätzen ausserhalb der Schule Sportanzüge getragen werden sollen. Der Kompromiss bestand darin, dass die Mädchen eine Schürze über den Ski­hosen zu tragen hatten. (rog)

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