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Nationalfeiertag in Altdorf: eine Bundesfeier für alle Sinne

Der 1. August wurde in den Urner Gemeinden ausgiebig gefeiert. In Altdorf mit Gästen, die nicht nur kulinarisch einiges zu bieten hatten.
Carmen Epp
Urs Kälin, Gemeindepräsident von Altdorf, richtet ein paar Grussworte an die Festgemeinde
Christian Marti, Gemeindepräsident von Glarus, freut sich über den gelungenen Austausch mit und in Altdorf. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Festredner Markus Stadelmann strich die Gemeinsamkeiten zwischen Altdorf und Glarus hervor. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Richi Bertini sorgte als «Glarner Zigermanndli» für manchen Lacher. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Die Glarner Band Rämlers sorgte für die musikalische Unterhaltung an der Bundesfeier in Altdorf. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Die Gastgemeinde war auch im Festzelt im Winkel nicht zu übersehen. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Die Kinder konnten sich beim Klettern messen. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
Bunte Marktstände zierten den Lehnplatz. (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 1. August 2018))
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Bundesfeier in Altdorf

In Altdorf wurde die Bundesfeier traditionsgemäss mit einer Gastgemeinde angetreten – heuer mit Glarus, dem Hauptort des gleichnamigen Kantons. Die Gäste ennet dem Klausen nahmen die Einladung gerne an, wie an der Bundesfeier im Altdorfer Dorfkern deutlich wurde: Glarus servierte nicht nur das 1.-August-Festmenü im «Winkel», sondern präsentierte an diversen Marktständen zahlreiche ihrer kulinarischen Spezialitäten, während verschiedene Gruppen den Nachbarkanton auch musikalisch vertraten. Und auch Glarner selber folgten der Einladung gerne. Drei Reisecars voller Besucher waren von ennet dem Klausen nach Altdorf gereist, um mit ihren Kantonsnachbarn den 1. August zu feiern. «Der Austausch liegt uns sehr am Herzen», sagte denn auch Christian Marti, Präsident der Gemeinde Glarus, in seiner Grussbotschaft auf dem Rathausplatz. Dass die Glarner vor langer Zeit den Kampf um den Urnerboden gegen die Urner verloren haben, sei längst vergessen, scherzte Marti. Heute stehe das Verbindende im Vordergrund.

Was Glarus und Altdorf gemeinsam haben

Das betonte auch der offizielle Festredner in Altdorf, Markus Stadelmann. Der Glarner Moderator, Sänger und Schauspieler zeigte auf, was die Kantone dies- und jenseits des Klausens verbindet. Vor allem topografisch fand er einige Gemeinsamkeiten: «Links ein Berg, rechts ein Berg, hinten ein Berg», beschrieb er scherzhaft. «Und im Süden jeweils ein Loch. Im Urnerland das Gotthardloch, bei uns das Martinsloch.» Das Gemeinsame zwischen Glarus und Uri konnte der Festredner aber auch an einer Bekanntschaft mit einem Urner festmachen. So wirkt Stadelmann mit dem Urner Sänger Dani Arnold beim Männerchor «Heimweh» mit. Das Projekt mit verschiedenen Männern aus ländlichen Gebieten zeige, was die Leute vom Land ausmachen würden, so Stadelmann: , Neuem gegenüber und Bescheidenheit. Und wenn ihm mal wieder das Vorurteil entgegengebracht werde, Leute aus Bergkantonen seien engstirnig, erwidere er jeweils, «dass man von einem Berg aus den weitaus besseren Ausblick hat als im Flachland».

Mit seinem Urner Sängerfreund Dani Arnold verbinde ihn aber noch etwas, so Stadelmann: Beide sind Familienväter. Und Kinder, so der Moderator, sollten wir uns zum Vorbild nehmen. «Sie sind es, die stets mit Neugier auf Neues zugehen und Freude haben an Kleinigkeiten. Sie zeigen uns, worauf es ankommt.» Und so formulierte Stadelmann seinen Wunsch zur Bundesfeier: dass künftig mehr auf die Kinder gehört wird, man sich von ihnen beeinflussen und inspirieren lassen soll.

Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
Bild: Daniel Bürgi (Flüelen, 31. Juli 2018)
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Feuerwerk vom 31. Juli 2018 in Flüelen

Gemeindepräsident erinnert an die Bundesverfassung

Damit gestaltete Stadelmann seine Festansprache ungewöhnlich unpolitisch. Dies jedoch durchaus bewusst, wie Kilian Gasser vom Altdorfer Gemeinderat zu Beginn festhielt. Man habe bewusst mit der Tradition gebrochen und für einmal keinen Politiker für die Festrede eingeladen. «Weil auch Nichtpolitiker einiges zu sagen haben», so Gasser. Ganz unpolitisch blieb die Bundesfeier in Altdorf jedoch nicht. Der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin wies in seiner Grussbotschaft auf die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung hin, derzufolge «frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht». Er forderte die Besucher dazu auf, sich einzumischen. «Sie sind nicht Kunden, Konsumenten oder Zuschauer, sondern Mitspieler des Staates. Wir brauchen Sie alle!»

Politisch angehaucht waren auch die träfen Sprüche des «Zigermanndli» alias Richi Bertini, der zwischen den Ansprachen und später hier und da im Dorfkern seinen Glarner Charme spielen liess.

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