Eine Neuheit an der Fasnacht in Altdorf

420 Guugger haben in Altdorf das Gugg-Uri gefeiert. Am grössten Fasnachtsanlass im Kanton Uri wurde etwas Neues ausprobiert.

Drucken
Teilen
420 Guugger präsentierten in Altdorf ein Novum - das Gugg-Uri. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

420 Guugger präsentierten in Altdorf ein Novum - das Gugg-Uri. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

Schon am Samstagmorgen waren in Altdorf farbenfrohe und verkleidete Fasnächtler zu sichten. Kurz vor 1 Uhr standen dann die 13 Guggen in den Gassen und Strassen Altdorfs bereit. «Kleiner Feigling», roter Vodka und andere Schnäpse wurden auf dem Lehnplatz herumgereicht, die freudige Nervosität stand vielen Guuggern ins Gesicht geschrieben. In wenigen Minuten sollte ein Anlass beginnen, der in Uri zum ersten Mal überhaupt durchgeführt wurde.

Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
14 Bilder
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ
Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ

Bild: Andrea Schelbert / Neue UZ

Neuland für das Organisationskomitee

Mit der Gugg-Urinvasion betrat das OK Neuland. Rund um den Dorfkern besammelten sich alle 13 Guggenmusiken und liefen um 13:13 Uhr Richtung Telldenkmal, natürlich nicht ohne dabei kakofonische Töne zu verbreiten. Jede der Gugge spielte ihre eigenen Stücke. «Das ist sicher ein Höhepunkt, und wir sind gespannt, wie es wird», sagte Walter Schmid, Präsident von Gugg-Uri, vor dem Anlass. Er habe keine Ahnung, ob das funktioniere, da die Vereine aneinander vorbeigehen müssten und sich so in die Quere kämen. «Es wäre ja lustig, wenn es nicht klappt», so der 34-jährige Schmid.

Urinvasion vor Telldenkmal

Rund 420 Gugger beteiligten sich an der Urinvasion. Diese war sicher eher etwas fürs Auge und weniger ein musikalischer Hörgenuss. Den vielen Besuchern vor dem Telldenkmal schien es aber zu gefallen, statt des bisherigen Monsterkonzerts eine Neuigkeit präsentiert zu bekommen. Das schöne Wetter und die immer schlechteren Pistenverhältnisse trugen wohl auch etwas dazu bei, dass die Fasnachtsfans so zahlreich erschienen.

«Freue mich extrem»

Eineinhalb Jahre haben sich die Verantwortlichen von Gugg-Uri auf dieses fasnächtliche Wochenende vorbereitet. Walter Schmid ist bereits zum vierten Mal im Organisationskomitee tätig und sagt trotzdem: «Ich freue mich extrem darauf, wie ein kleines Kind.» Für ihn habe dieser Anlass eine grosse Bedeutung, «das Ganze macht riesig Spass». Mühsam sei jeweils für das OK, genügend Helfer zu finden. «Die Mitglieder der Gugge wollen feiern und nicht mithelfen. So müssen wir jeweils Kollegen finden, die uns helfen.»
150 Helfer Insgesamt 150 Helfer unterstützen Gugg-Uri bei diesem Grossanlass. Denn nach Urinvasion, Konzerten und dem Umzug am Samstagabend folgt eine lange Nacht: Auf dem Winkel-Areal durfte man der Fasnacht bis in die frühen Morgenstunden frönen. Rund 2000 Personen haben daran teilgenommen.

Andrea Schelbert / Neue UZ