Elektrizitätswerk Altdorf setzt auf Wasserkraft

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG hat den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr trotz rückläufiger Stromproduktion leicht gesteigert. Um die Abhängigkeit zu reduzieren, plant das Unternehmen zusätzliche Wasserkraftwerke.

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Der Alpbach im Erstfeldertal soll für die Energiegewinnung genutzt werden. (Bild: zvg)

Der Alpbach im Erstfeldertal soll für die Energiegewinnung genutzt werden. (Bild: zvg)

212,2 Millionen kWh Strom hat die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) im Geschäftsjahr 2010/2011 produziert. Das sind laut der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag 11,1 Prozent weniger als im Vorjahr, was besonders auf den milden Winter zurückzuführen sei. Trotzdem bleibe der Umsatz des Unternehmens nahezu konstant und belief sich auf 79,5 Millionen Franken (Vorjahr: 79,7 Millionen Franken). Der Jahresgewinn konnte gar leicht von 3,3 Millionen auf 3,4 Millionen Franken gesteigert werden. Verantwortlich dafür sei das Installationsgeschäft, das wegen der Grossprojekte und der vermehrten Bautätigkeit um rund 10 Prozent zulegen konnte.

Wasserkraft ausbauen

Um die Stromproduktion aus erneuerbarer Energie zu steigern und gleichzeitig die Abhängigkeit von der teuren, marktabhängigen Fremdstrombeschaffung zu reduzieren, investiere das EWA laufend in seinen Kraftwerkpark. So seien auch zusätzliche Wasserkraftwerke geplant. Fernziel sei ein Selbstversorgungsgrad von 100 Prozent. Heute liege dieser bei 75 Prozent.

Zu den am weitest fortgeschrittenen Wasserkraft-Projekten gehören neben dem Alpbach auch der Chärstelenbach und der Gornerbach. Letzterer werde zwar bereits genutzt, hat aber noch Ausbaupotenzial. Um dieses zu nutzen, möchte das EWA das bestehende Kraftwerk Gurtnellen sanieren und ausbauen.

Massgebend für die weitere Nutzung der einheimischen Gewässer sei insbesondere das vom Kanton Uri erarbeitete «Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien» (SNEE). Solange dieses in der Schwebe sei, werde eine zusätzliche Nutzung der Urner Gewässer fraglich bleiben.

pd/bep