Elternarbeit belastet Urner Lehrer

Es sind weniger der Papierkram und die vielen Sitzungen, welche die Urner Lehrerinnen und Lehrer belasten, als die Kontakte mit den Eltern. Der Kanton Uri will nun Vorschläge zur Entlastung ausarbeiten.

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Als sehr hoch bewertet wird die Belastung durch die Elternarbeit (Symbolbild Keystone)

Als sehr hoch bewertet wird die Belastung durch die Elternarbeit (Symbolbild Keystone)

Es sind weniger der Papierkram und die vielen Sitzungen, die die Urner Lehrerinnen und Lehrer belasten, als die Kontakte mit den Eltern. Dies ergab ein Bericht, den das Amt für Volksschulen am Freitag veröffentlicht hat.

Ziel des Berichts ist es zu zeigen, wo die administrativen und bürokratischen Arbeiten der Lehrkräfte reduziert werden könnten. Schulleitungen und das Amt für Volksschulen werden nun sieben Massnahmen umsetzen, um die Situation zu verbessern.

Kaum Kritik der Lehrerinnen und Lehrer gab es zum administrativen Aufwand, also zum Ausfüllen von Formularen, zum Beantworten von Umfragen oder zum Schreiben von Berichten. Kaum benutzt werden die elektronische Datenverwaltung iCampus und Online-Formulare. Nun soll geprüft werden, ob mit dem Einsatz von solchen elektronischen Hilfsmitteln die Effizienz gesteigert werden könnte.

Sitzungen bringen nicht immer erhofften Mehrwert

Die Mengen der Sitzungen wird zwar nicht als zu hoch eingeschätzt, doch bringen sie nicht immer den erhofften Mehrwert. Hier seien die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen gross, schreibt das Amt für Volksschulen in seiner Mitteilung.

Als sehr hoch bewertet wird die Belastung durch die Elternarbeit. Hier nahm der schriftliche Aufwand zu. Belastet fühlen sich die Lehrkräfte vor allem bei Eltern mit schwierigen Kindern.

Hier sollen nun konkrete Vorschläge zur Entlastung ausgearbeitet werden. Geplant ist ein Flyer, der die Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit den Eltern erleichtern soll. Auch soll es ein schnelles Hilfsangebot für schwierige Fälle geben.

sda/rem

Der Schlussbericht in voller Länge »