EMIL JAUCH: Seedorfs Küstenchef packt richtig an

Emil Jauch hält das Ufer am Urnersee sauber. Seine Arbeit schätzen Badegäste und Spaziergänger. Lohn erhält Jauch nicht, aber das eine oder andere Geschenk.

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Auch Dreckschaufeln gehört dazu: Emil Jauch bei seiner Arbeit am Urnersee. (Bild Florian Arnold/Neue UZ)

Auch Dreckschaufeln gehört dazu: Emil Jauch bei seiner Arbeit am Urnersee. (Bild Florian Arnold/Neue UZ)

Im Frühling ist es gewöhnlich noch zu kalt zum Baden. Dennoch ist Emil Jauch zu dieser Jahreszeit bereits am Urnersee. Er liegt aber nicht etwa auf der faulen Haut, nein, er packt richtig an. Er räumt angeschwemmtes Holz aus dem Weg, steckt Plastik in Säcke, schaufelt Dreck und sammelt Scherben. All das macht er umsonst. Sein Lohn ist höchstens ein bisschen Anerkennung. «Ich möchte die Krankenkassenprämien senken», sagte er sich vor fünf Jahren. Seither ist der Idealist jeweils von Mai bis November an der Arbeit.

Emil Jauch war 35 Jahre lang Angestellter bei den SBB. Ein Bandscheibenvorfall und Herzprobleme zwangen ihn, sich frühzeitig pensionieren zu lassen. Am See in Seedorf hat er dann einen neue Herausforderung gefunden. Jauch ist so etwas wie der Bademeister von Seedorf. «Ich nenne mich Küstenchef», sagt er. Denn Baden könne man in Seedorf nur auf eigene Verantwortung. Wenn die Badegäste es zu bunt treiben, pfeift er sie zurück. Oder er macht Hundehalter auf die Leinenpflicht aufmerksam.

Florian Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.