ENERGIE: In Uri sollen Energievorschriften verschärft werden

Die Urner Regierung will die Energievorschriften mit den anderen Kantonen weiter harmonisieren. Sie hat darum eine Teilrevision des kantonalen Energiegesetzes ans Parlament verabschiedet. Unter anderem sollen Neuinstallationen von Elektroheizungen verboten werden.

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Die Urner Regierung will die Energievorschriften mit den anderen Kantonen weiter harmonisieren. (Bild: Stefan Kaiser (Symbolbild))

Die Urner Regierung will die Energievorschriften mit den anderen Kantonen weiter harmonisieren. (Bild: Stefan Kaiser (Symbolbild))

Die Anpassungen stehen im Einklang mit der Energie- und Klimapolitik des Bundes, die den Atom-Ausstieg und eine Reduktion fossiler Brennstoffe verfolgt, wie die Urner Regierung in der am Freitag veröffentlichten Botschaft an den Landrat schreibt.

Der Regierungsrat will das Urner Energiegesetz den im Januar 2015 von den Kantonalen Energiedirektoren revidierten Mustervorschriften anpassen. Uri hatte bereits bei der letzten Revision 2008 die Vorgaben in weiten Teilen übernommen. Das Ziel sind besser gedämmte Gebäude, der Ersatz von Elektroheizungen und der vermehrte Einsatz von Sonnenenergie zur Wärme- und Stromerzeugung.

So muss laut der geplanten Gesetzesänderung bei Neubauten ein Teil des Stroms künftig selber erzeugt werden. Ist dies aufgrund der geografischen Lage nicht wirtschaftlich oder wird dies von der Bauherrschaft nicht gewünscht, sieht der Regierungsrat alternativ eine Ersatzabgabe vor.

Zudem dürfen gemäss der Vorlage in Uri künftig in Altbauten keine neuen Elektroheizungen mehr eingebaut werden. Steht der Ersatz eines solchen Boilers an, muss ein Teil mit erneuerbaren Energien abgedeckt oder der neue Boiler mit einer bestehenden Heizanlage verbunden werden.

Wegen heftiger Kritik in der Vernehmlassung aufgegeben hat die Regierung hingegen Pläne für eine Sanierungspflicht von Elektroheizungen und -Boilern.

Der Urner Landrat behandelt die Vorlage im April. Danach muss noch das Volk über die Änderungen befinden. (sda)