ENERGIE: Kraftwerk Göschenen produzierte mehr Strom dank mehr Schmelzwasser

Das Kraftwerk Göschenen hat 2015 rund 20 Prozent mehr Strom als im Vorjahr produziert, nämlich 485,9 Millionen Kilowattstunden. Grund waren hohe Temperaturen im Juli und August. Diese führten zu mehr Gletscherschmelzwasser im Stausee Göscheneralp.

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Die Kraftwerk Göschenen AG durchläuft ein millionenschweres Erneuerungsprogramm. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Die Kraftwerk Göschenen AG durchläuft ein millionenschweres Erneuerungsprogramm. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Die durchschnittliche jährliche Energieproduktion liegt bei rund 430 Millionen Kilowattstunden. Negativ beeinträchtigt wurde die Stromproduktion durch drei Zwischenfälle, wie die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) am Donnerstag mitteilte. Im Dezember 2014 brach eine Stromleitung wegen Schnees zusammen. Und Februar und März 2015 kam es zu zwei Defekten in Kraftwerksmaschinen.

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte das KWG rund 7,3 Millionen Franken vor allem in die Erneuerung von Kraftwerk- und Nebenanlagen. Seit 2013 und noch bis 2018 wird das KWG für rund 60 Millionen Franken erneuert. Ein Viertel davon wurde bereits umgesetzt.

Das KWG lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 6,1 Millionen Franken Wasserzinsen und eine Million Franken Steuern an die öffentliche Hand ab. Im Weiteren stellte das KWG dem Kantonsspital Uri vergünstigten Strom im Gegenwert von rund 448‘000 Franken zur Verfügung.

Das KWG bietet 17,4 Vollzeitstellen und beschäftigt zusätzlich bis zu 13 Personen im saisonalen Betrieb des Berggasthauses Dammagletscher. Die Kraftwerk Göschenen AG existiert seit 1955. Sie gehört zu 50 Prozent der CKW sowie zu 40 Prozent der SBB und zu 10 Prozent dem Kanton Uri. (sda)

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