ENERGIE: KW Schächen setzt auf Schutz vor Hochwasser

Die KW Schächen stellte am Mittwoch ihr Projekt vor. Energiewirtschaftlich schneidet es schlechter ab als das Projekt der Konkurrenz. Doch dafür gibt es einige Gründe.

Bruno Arnold
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Werner Jauch (links) und Markus Aeschlimann stellten gestern die Pläne für ihr Kraftwerkprojekt vor. (Bild Bruno Arnold)

Werner Jauch (links) und Markus Aeschlimann stellten gestern die Pläne für ihr Kraftwerkprojekt vor. (Bild Bruno Arnold)

Die KW Schächen (EWA, Ruag und KW Aeschlimann AG) und die KW Schächenschale AG möchten das Wasser des Schächens von der EWA-Zentrale Bürglen bis zur Mündung in die Reuss nutzen. Gemäss einem in Auftrag gegebenen Expertenbericht schneidet das Projekt der KW Schächenschale AG energiewirtschaftlich besser ab. Für EWA-Projektleiter Werner Jauch gibt es dafür eine einfache Erklärung: «Unsere Konkurrenz will das Wasser bei der KWB-Zentrale in Bürglen und bei der Coop-Tankstelle in Schattdorf fassen und beide Male turbinieren. Wir haben den Schwerpunkt aber auch beim gemeinsamen Projekt bewusst auf die Verträglichkeit mit dem Hochwasserschutz gelegt.»

Jauch bezweifelt, dass eine Wasserfassung bei der Coop-Tankstelle den Anforderungen des Hochwasserschutzes entsprechen würde. Bereits 2009 habe die Baudirektion der Ruag gegenüber schriftlich festgehalten, dass sie den Bau einer Seitenfassung ohne Aufstauung im Schächengerinne als «nur schwer machbar» erachte.

Auch eine Fassung bei der KWB-Zentrale sei standortmässig «kaum ideal», weil diese – und der rund 50 Meter lange Entsander – im Flussbett gebaut werden müsste. «Bei starker Geschiebeführung dürfte dies Auflandungen verursachen», ist Jauch überzeugt.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Urner Zeitung» vom 28. März sowie im E-Paper.