ENERGIE: Nachbesserung bringt klares Ja

Im zweiten Anlauf sagte der Grosse Rat Ja zum Vertrag mit dem Kanton Uri über das Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee). Das letzte Wort haben die Korporationsbürger.

Bruno Arnold
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Der Korporationsrat sagte gestern Ja zur geänderten Nutzung der Urner Gewässer. (Bild: Urs Hanhart)

Der Korporationsrat sagte gestern Ja zur geänderten Nutzung der Urner Gewässer. (Bild: Urs Hanhart)

Im September 2012 hatte der Korporationsrat Uri einen ersten Vertrag mit dem Kanton über das Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee) noch abgelehnt. Nach erfolgreichen Nachverhandlungen resultierte im gestrigen zweiten Anlauf mit 36 zu 5 Stimmen ein deutliches Ja. Im Snee wird festgelegt, wo in Uri künftig Anlagen für die Förderung von erneuerbaren Energien erstellt werden dürfen und wo Landschaften und Fliessgewässer ungeschmälert erhalten bleiben sollen.

Rund 320 000 Franken mehr

«Der Kanton hat eingesehen, dass er uns bei der Höhe der Abgeltungen entgegenkommen muss», bilanzierte der Präsident der korporationsrätlichen Kommission, Peter Arnold, Attinghausen. Die Korporation wird bei einem Ja der Bürger zum Snee und bei der Umsetzung aller grossen Wasserkraftprojekte in Uri rund 320 000 Franken mehr aus Wasserzinsen generieren können. Nach wie vor können aber etwa im hinteren Schächental keine neuen Kleinkraftwerke bewilligt werden», bedauerte Arnold.

Nicht alle zufrieden

Trotz der «Verhandlungserfolge» wurde der neue Vertrag gestern aber nicht etwa oppositionslos genehmigt. Widerstand kam von Vertretern der Gemeinden Altdorf und Erstfeld. Sie verlangten eine Rückweisung und neue Verhandlungen. «Es wäre mehr dringelegen», begründete der Altdorfer Kurt Schuler seine Haltung. «Der Verzicht auf die Nutzung unserer eigenen Gewässer und auch auf die Möglichkeit, selbstständig über unsere Ressourcen verfügen zu können, wird nach wie vor zu wenig abgegolten.» Schuler kritisierte auch die Haltung der Regierung: «Sie hätte lieber auf Einnahmen in der Höhe von 1 Million verzichtet statt der Korporation 200 000 Franken mehr zu geben.» Das letzte Wort zum Snee-Vertrag haben die Korporationsbürger am 5. Mai.

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