ENERGIE: Neues Kraftwerk Bristen produziert zum ersten Mal Strom

Die Arbeiten am neuen Wasserkraftwerk der KW Bristen AG ist auf Kurs. Anfang Woche wurde Wasser des Chärstelenbachs in die Wasserfassung eingeleitet. Das Kraftwerk wird ab Mitte Dezember zum ersten Mal Strom produzieren.

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Am 5. Dezember wurde zum ersten Mal Wasser des Chärstelenbachs in die Wasserfassung des KW Bristen eingeleitet. (Bild: PD)

Am 5. Dezember wurde zum ersten Mal Wasser des Chärstelenbachs in die Wasserfassung des KW Bristen eingeleitet. (Bild: PD)

Anfang Dezember wurden viele Arbeiten für das Wasserkraftwerk abgeschlossen und es laufen Tests an den Anlagen, heisst es in einer Medienmitteilung der KW Bristen AG vom Freitag. «Die Druckleitung hat eine erste Druckprobe erfolgreich bestanden», erklärt Simon Kempf, Projektleiter Energie des Elektrizitätswerks Altdorf (EWA). «Am ersten Dezemberwochenende führten wir den zweiten Test durch.»

Abgeschlossen sind auch die Baumeisterarbeiten am Chärstelenbach. Am Montag, 5. Dezember wurde erstmals Wasser des Bachs in die neue Wasserfassung eingeleitet. Im nächsten Jahr werden noch Renaturierungsarbeiten folgen.

Ab Mitte Dezember 2016 kann bereits die Stromproduktion im neuen Wasserkraftwerk beginnen. «Wir nehmen Maschinengruppe 2 mit einer dreidüsigen Peltonturbine in Betrieb», sagt Simon Kempf. «Das ist die Maschine für den Winterbetrieb. Im Frühling, wenn der Chärstelenbach mit der Schneeschmelze viel Wasser führt, werden wir auch Maschinengruppe 1 mit der sechsdüsigen Pelton-Turbine in Betrieb nehmen.»

Das Wasserkraftwerk wird im Vollbetrieb rund 14 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen und damit zusätzlich 3100 Haushalte mit nachhaltiger Energie aus Urner Wasserkraft versorgen.

Das KW Bristen ist ein Gemeinschaftswerk: Beteiligt sind der Kanton Uri, die Korporation Uri (je 15 Prozent), die Gemeinde Silenen (10 Prozent) und die Elektrizitätswerk Altdorf AG (60 Prozent). Die Kosten belaufen sich auf rund 18,5 Millionen Franken. Bei der Planung und Realisierung sind hauptsächlich Urner Unternehmen zum Zug gekommen. Rund 80 Prozent der Wertschöpfung – also etwa 15 Millionen Franken – bleiben in Uri.

pd/zim

Maschinengruppe 2 produziert ab Mitte Dezember erstmals Strom. (Bild: PD)

Maschinengruppe 2 produziert ab Mitte Dezember erstmals Strom. (Bild: PD)