Energie
Strom für 4200 Haushalte: Das Kraftwerk Bristen hat ein produktives Jahr hinter sich

Die Kraftwerk Bristen AG konnte auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Das KW produzierte 18,9 Millionen Kilowattstunden Strom. Werner Jauch tritt als Präsident aus dem Verwaltungsrat zurück.

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Die Kraftwerkzentrale bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern ist als Schauwasserkraftwerk öffentlich zugänglich.

Die Kraftwerkzentrale bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern ist als Schauwasserkraftwerk öffentlich zugänglich.

Bild: PD

(RIN) Das Geschäftsjahr 2019/20 war ein gutes Produktionsjahr für die Urner Wasserkraft. Auch für das KW Bristen: Mit 18,9 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzielte es eine Stromproduktion, die 2,1 Millionen kWh über dem Vorjahr lag. «Sowohl im Sommer- als auch im Winterhalbjahr produzierten wir jeweils eine Million Kilowattstunden mehr als im Geschäftsjahr 2018/19», führt Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der KW Bristen AG, aus. «Die Basis dafür ist, dass das KW Bristen durch die Kraftwerkspezialisten von EWA - Energie Uri bestmöglich gewartet und betrieben wird.»

Die Bewirtschaftung erfolge durch die Leitstelle in Altdorf. «Wir erreichten eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen von 99,1 Prozent oder anders gesagt: Das KW Bristen war ausser während der Wartungsarbeiten rund um die Uhr an 365 Tagen verfügbar», so Jauch. «Dadurch konnten wir das überdurchschnittliche Wasserangebot auch optimal nutzen.» Das KW Bristen sorge für hohe Wertschöpfung dank Wasserzinsen, Steuern und Dividenden. Die Wertschöpfung bleibe zu 100 Prozent im Kanton Uri.

Schutz und Nutzen gehen Hand in Hand

Das KW Bristen wurde im März 2017 nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit eröffnet. Es liegt mitten in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung. Für die Verlegung der Druckleitung von der Wasserfassung in der Lägni bis zur Kraftwerkzentrale waren umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Die Kraftwerkanlage ist optimal in die Landschaft integriert. «Wer es nicht weiss, kommt kaum darauf, dass hier ein Kraftwerk für die Versorgung von 4200 Haushalten in Betrieb ist», führt Jauch aus. Die Messlatte bezüglich Natur- und Landschaftsschutz sei beim KW Bristen sehr hoch gelegen. «Es brauchte eine ganze Reihe von innovativen Ideen, um dieses grosse Kraftwerk verwirklichen zu können», so Werner Jauch. Dazu gehörten unter anderem, dass die Restwassermenge dynamisch praktisch in Echtzeit geregelt werde. Das Kraftwerk bewähre sich im Betrieb und sei ein gutes Beispiel dafür, dass heute Schutz und Nutzen in der Wasserkraft Hand in Hand gehen.

Zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt

Anlässlich der GV der KW Bristen AG am Montag wurden Christian Gisler aus Attinghausen und Roger Suter aus Arth neu in den Verwaltungsrat der KW Bristen AG gewählt. Sie ersetzen Werner Jauch und Andreas Bissig, die aus dem Verwaltungsrat zurücktreten.