ENERGIE: Urner Kraftwerke produzierten leicht weniger Strom

Die Urner Kraftwerke haben im vergangenen Geschäftsjahr leicht weniger Strom produziert als im schnee- und regenreichen Vorjahr. Die Kraftwerke Göschenen AG generierte 3,9 Prozent, die Kraftwerk Wassen AG 1,5 Prozent weniger Strom als im Jahr davor.

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Thomas Furger kontrolliert die Freiluftschaltanlage beim Kraftwerk Göschenen. (Bild: Eveline Beerkirche / Neue LZ)

Thomas Furger kontrolliert die Freiluftschaltanlage beim Kraftwerk Göschenen. (Bild: Eveline Beerkirche / Neue LZ)

Das Kraftwerk in Göschenen produzierte gemäss Mitteilung 444,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, gut 3 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt. Die Strommenge entspricht dem Bedarf von rund 90'000 Vierpersonen-Haushalten. Das Kraftwerk arbeitet mit Wasser von der Göscheneralp und aus dem Urserental.

Beim Kraftwerk in Wassen sank die produzierte Strommenge auf 305,2 Mio. kWh. Sie lag über 8 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt und reichte für rund 65'000 Haushalte. Das Kraftwerk bezieht das Wasser aus dem Einzugsgebiet der Reuss und aus dem Meiental.

Beide Kraftwerke produzieren Strom für die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) und die SBB AG. Diese Unternehmen sind in den beiden Werken auch die massgeblichen Aktionäre. Dritter Aktionär ist der Kanton Uri.

Per Ende 2014 gibt die CKW wie geplant ihre Beteiligung an der Kraftwerk Wassen AG auf. Die SBB, die 50 Prozent halten, werde ihr Recht zur Übernahme des CKW-Anteils von 40 Prozent ausüben, heisst es in der am Mittwoch von der CKW versandten Mitteilung heisst. Die Vorbereitungsarbeiten dazu seien im Gange.

Eine CKW-Sprecherin sagte auf Anfrage, dass dieses Recht der SBB vor 50 Jahren vertraglich zugesichert worden sei. Die CKW muss sich die wegfallende Strommenge anderweitig beschaffen. (sda)