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Englischer Raser muss sich vor Gericht verantworten

Mit 150 statt 80 Stundenkilometern unterwegs: Am Dienstag hätte ein Engländer vor dem Landgericht Uri erscheinen müssen. Er kam aber nicht nach Altdorf.
Markus Zwyssig

Ein 22-jähriger Engländer war mit seinem Fahrzeug auf der Autobahn bei Amsteg mit 150 Stundenkilometern statt der erlaubten 80 Stundenkilometer Richtung Süden unterwegs. Ereignet hat sich dies am 18. Februar 2018 um 12 Uhr.

Das Fehlverhalten des Autofahrers wird von Beatrice Kolvodouris Janett, Oberstaatsanwalt-Stellvertreterin, als qualifizierte grobe Verkehrsregelverletzung taxiert. Aufgrund der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung sieht der damalige Lenker sich mit dem Raservorwurf konfrontiert. Zudem wird ihm vorgeworfen, er habe den Führerausweis nicht mitgeführt. Beantragt wird eine Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Diese soll bedingt ausgesprochen und die Probezeit bei drei Jahren angesetzt werden. Zudem soll er mit einer Busse von 1000 Franken bestraft werden. Des weiteren sollen ihm die Untersuchungskosten von 1150 Franken sowie die Verfahrenskosten auferlegt werden.

Hohes Risiko eingegangen, Tote in Kauf genommen

«Die beschuldigte Person ist durch eventualvorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingegangen», schreibt Kolvodouris Janett in der Anklageschrift. Der Autofahrer habe die zulässige Höchstgeschwindigkeit besonders krass missachtet.

Auch Verteidiger hat zurzeit keinen Kontakt

Gestern war die Verhandlung vor dem Landgericht Uri anberaumt. Der Angeklagte blieb jedoch unentschuldigt der Verhandlung fern. Die Verhandlung musste vertagt werden. Strafverteidiger Heinz Holzinger kommunizierte, dass der Kontakt zum Klienten bald einmal abgebrochen sei. «Es würde an ein Wunder grenzen, wenn er sich nun plötzlich doch wieder melden würde», sagte Holzinger.

Der Verteidiger liess dabei klar durchblicken, trotz dem Gesetzestext Mühe zu bekunden, dass jemand, der mit 150 Stundenkilometern auf einer doppelspurigen Autobahn unterwegs ist, als Raser bezeichnet werde. Deshalb habe er auch ein gewisses Verständnis für den Angeklagten, der die ihm vorgeworfene strafbare Handlungen mit der Bezeichnung als Raser nicht nachvollziehen könne und daher auch nicht noch persönlich für den Gerichtstermin die Reise aus England antrete.

Der nächste Verhandlungstermin vor Landgericht Uri ist auf den 9. April angesetzt worden.

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