Er entlässt 100 Leute - und kassiert 1 Million mehr

Kopfschütteln in Altdorf: Während 100 Mitarbeiter bei Dätwyler um ihren Arbeitsplatz bangen, haben sich die Bezüge von CEO Paul Hälg im letzten Jahr fast verdoppelt.

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Peter Hälg, CEO der Dätwyler-Gruppe in Altdorf. (Bild: Archiv Manuela Jans/Neue LZ)

Peter Hälg, CEO der Dätwyler-Gruppe in Altdorf. (Bild: Archiv Manuela Jans/Neue LZ)

Über 2 Millionen Franken an Lohn hat Dätwyler-Chef Paul Hälg im vergangenen Jahr eingestrichen. Seine Bezüge haben sich fast verdoppelt. Gleichzeitig hat der Konzern die Verlagerung von 100 Stellen ins Ausland angekündigt. Dass dies öffentlich kaum zu verkaufen ist, war der Geschäftsleitung offenbar bewusst.
Man habe einen Lohnverzicht auf Stufe Geschäftsleitung erwogen, dies hätte aber das Problem nicht gelöst, sagt Paul Hälg: «Ein Lohnverzicht würde keinen einzigen Arbeitsplatz retten.»

Anders sehen das die Gewerkschaften. «Für die Mitarbeiter wird dieser Lohnanstieg schwer nachvollziehbar sein», sagt Josef Leutenegger von der Gewerkschaft Syna. Zumal Dätwyler für eher niedrige Löhne bekannt sei. Laut Leutenegger verdienen Dätwyler-Mitarbeiter zwischen 40'000 und 50'000 Franken im Jahr.

ny

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