Erneut werden viele Urner Pilger unterwegs sein

Am Samstag, 20. Oktober, wird bereits die 105. Urner Landeswallfahrt durchgeführt. Die Pilger gelangen zu Fuss oder mit dem Bus nach Einsiedeln. Auch für die Jugend steht ein Angebot bereit.

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Die Regierung und die Sennenfamilie führen die Pilgerschar beim Einzug in die Kirche - hier 2017 in Sachseln - jeweils an. (Bild: Georg Epp)

Die Regierung und die Sennenfamilie führen die Pilgerschar beim Einzug in die Kirche - hier 2017 in Sachseln - jeweils an. (Bild: Georg Epp)

Seit 1913 pilgert das Urner Volk jedes Jahr zusammen mit einem Teil der Regierung und der neu gewählten Sennenfamilie entweder nach Einsiedeln oder nach Sachseln. Auch 2018 sind eine Jugend-Wallfahrt, eine Fuss-Wallfahrt und die Car-Wallfahrt vorgesehen. Viele Pilger organisieren die Anfahrt selber, um beim Pilgergottesdienst um 14 Uhr ebenfalls dabei zu sein.

Der neue Wallfahrtsleiter, Walter Arnold, Pastoralassistent im Seelsorgeraum Altdorf, meldet erfreuliche Beteiligungszahlen. Das Gebet steht bereits beim Anmarsch respektive bei der Anfahrt im Mittelpunkt und erlebt im Rahmen der Pilgermesse jeweils den Höhepunkt. «Mag die Welt auch anders aussehen als vor 100 Jahren: Grund zum Beten haben wir immer noch genug», lässt sich Wallfahrtsleiter Walter Arnold zitieren. «Tun wir es gemeinsam, tun wir es füreinander, tun wir es mit unserer Stimme, tun wir es mit den Füssen, denn Gott versteht jede Sprache.»

Die Urner Regierung, angeführt von Landammann Roger Nager aus Andermatt, freut sich auch über die geplante Begegnung mit Abt Urs Federer.

In 7 Stunden zu Fuss zur Klosterkirche

Die Fuss-Wallfahrt startet bereits um 3 Uhr in Brunnen. In zirka 7 Stunden Marschzeit, unterbrochen von verschiedenen Impulsen und Rasthalten, führt die 24 km lange Wanderung auf dem Jakobsweg über die Haggenegg und Alpthal nach Einsiedeln. Einmal mehr organisiert Lukas Thürig die sportliche Pilgervariante. Die Fusswallfahrt wird von Jahr zu Jahr beliebter, und die Teilnehmerzahlen sind noch immer im Steigen begriffen.

Das diesjährige Thema der Jugendwallfahrt lautet «Spuren hinterlassen». Fredi Bossart von der Jugendseelsorge Uri und Religionspädagoge Marcel Isenschmid haben in der weiteren Umgebung von Einsiedeln ein spezielles Kinder- und Jugendprogramm vorbereitet.

Nach der Scharwanderung über die Chatzenstrick-Höhe mit abwechslungsreich gestalteten Spielen und spirituellen Impulsen stehen das Austoben auf dem Spielplatz mit Minigolf und der Besuch im Klosterladen im Mittelpunkt.

Auch die Sennenfamilie ist mit dabei

Für die bequeme Car-Wallfahrt werden die angemeldeten Pilger einerseits ab Andermatt und anderseits ab Unterschächen, abgeholt. Her wird auch die neu gewählte Sennenfamilie mit Sennenvater Kari Herger an der Spitze zusteigen. Ein dritter Reisecar startet ab Schattdorf, und zwar mit Pilgerinnen und Pilgern aus dem Talboden.

Nach dem Mittagessen freut sich die Pilgerfamilie über den speziellen Pilgergottesdienst, der um 14 Uhr mit dem feierlichen Einzug in die Klosterkirche Einsiedeln seinen Auftakt nehmen wird. Die Festpredigt wird Pater Philipp Steiner halten, und die Wallfahrtsteilnehmer dürfen sich auf die Grussworte von Abt Urban Federer vom Kloster Einsiedeln und von Landammann Roger Nager freuen. Der Pilgergottesdienst wird durch die Jugendwallfahrt-Teilnehmer mitgestaltet. (Eg)