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WWF Uri: Ernst Dittli gibt das Präsidium ab

An der GV blickte der WWF Uri auf ein erfolgreiches Jahr im Bereich des Gewässerschutzes zurück. In Zukunft soll mehr für die Akzeptanz von Grosstieren gemacht werden.
Der neue Vorstand; oben von links: Marco Planzer, Annemarie Biasini, Christa Riedi, Katrin Dittli, Graziella Jannetta, Ernst Dittli; unten von links: Fabian Haas, Kurt Eichenberger. (Bild: PD)

Der neue Vorstand; oben von links: Marco Planzer, Annemarie Biasini, Christa Riedi, Katrin Dittli, Graziella Jannetta, Ernst Dittli; unten von links: Fabian Haas, Kurt Eichenberger. (Bild: PD)

(pd/jb)

Ernst Dittli, seit über 40 Jahren im WWF dabei, hat das Präsidium an Christa Riedi übergeben. Sein Engagement für den WWF ist damit länger, als der WWF Uri alt ist. Bereits in den Zeiten des WWF Waldstättersee hat er gewirkt, bevor dieser in kantonale Sektionen aufgeteilt wurde. Geschäftsleiter Kurt Eichenberger wählte in seiner Abschiedsrede nur wenige Worte, drückte mit diesen aber aus, was das Wirken von Ernst und Gerda Dittli in diesen 40 Jahren ausmachte: «Ernst und Gerda, ihr seid und bleibt das Herz des WWF in Uri. Ihr habt dem WWF, der in Uri kein Büro besitzt, ein Zuhause gegeben.»

Auf Ernst Dittli folgt Christa Riedi aus Schattdorf. Sie arbeitete als Heimleiterin, Lehrerin und Therapeutin. Sie ist pensioniert und beschäftigt sich nun mit Garten, Bienen und ehrenamtlich unter anderem im Tierpark Goldau und im WWF. Ernst Dittli verbleibt im Vorstand. Erneut in den Vorstand gewählt wurde Annemarie Biasini.

Auf Anfang 2020 wird es auch einen Wechsel in der Geschäftsleitung geben. Kurt Eichenberger, seit gut vier Jahren Geschäftsleiter der Kantonalsektionen Uri und Luzern wird die Sektion Uri an Fabian Haas übergeben. Haas ist 30 Jahre alt, Biologe und Jäger. Er wird sich als Geschäftsleiter in Uri vornehmlich für Wildtiere und deren Lebensräume einsetzen. Eichenberger wird in Uri auch nach 2019 im Thema Gewässerschutz tätig bleiben.

Engagement für gutes Verhältnis zu Wildtieren

Im Bereich des Gewässerschutzes gelang es dem WWF im vergangenen Jahr in Einsprache-Verhandlungen mit dem EWA, ökologisch befriedigende Lösungen für die beiden Wasserkraftwerke am Alpbach und am Palanggenbach zu finden. Im Zentrum der Verhandlungen standen umfassende Ersatzmassnahmen, die nun im Zusammenhang mit Hochwasserschutzprojekten des Kantons umgesetzt werden und neue Naturparadiese ermöglichen. In Zukunft wird sich der WWF vor allem dafür einsetzen, dass das Meiental durch den Landschaftsrappen geschützt werden kann.

Weniger erfolgreich als im Gewässerschutz war der WWF letztes Jahr im Bestreben, Verständnis für Grossraubtiere und den zur Konfliktminimierung notwendigen Herdenschutz zu wecken. Im Gegensatz zu Wolf und Luchs ist der «Urner Bär» M29 vom Unmut grösstenteils verschont geblieben. M29 streift schon das vierte Jahr in Uri und um den Kanton herum, ohne grössere Schäden anzurichten. Das Bärenmännchen zog in den letzten Jahren stets ähnliche Schleifen durch die Zentralschweiz und die benachbarten Kantone, wohl immer auf der Suche nach einem Weibchen. Alle Bären, welche die Schweiz durchstreifen, entstammen der Quellpopulation im Trentino, die auf etwa 90 Individuen angewachsen ist. Bisher wanderten nur Männchen ab, im Normalfall solche, die auch neugierig und frech sein können, denen man gezielt begegnen muss. Schönenberger zeigte auf, wie dank einem Projekt des WWF und regionalen Partnern im Münstertal das Zusammenleben auch mit auffälligeren Bären erlernt wurde. Der WWF wird sich in Uri auch für entsprechende Massnahmen für ein gutes Zusammenleben mit Bären engagieren.

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