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Erstfeld: Fischzucht erwartet ersten Gewinn 2021

Aus beruflichen Gründen hat Verwaltungsratspräsident Andreas Graber demissioniert. Ein weiterer Rücktritt überraschte die Aktionäre an der Generalversammlung der Basis 57.
Paul Gwerder
Der neue Verwaltungsratspräsident Peter Zgraggen (Mitte) mit seinem Vorgänger Andreas Graber (links) und Geschäftsführer Stefan Baumann. (Bild: Paul Gwerder)

Der neue Verwaltungsratspräsident Peter Zgraggen (Mitte) mit seinem Vorgänger Andreas Graber (links) und Geschäftsführer Stefan Baumann. (Bild: Paul Gwerder)

112 Personen waren am vergangenen Dienstagabend bei der Generalversammlung der Basis 57 im Restaurant Windrad der Stiftung Behindertenbetriebe Uri anwesend. Verwaltungsratspräsident Andreas Graber zeigte sich erfreut, dass die Basis 57 heute 434 Aktionäre hat und, dass 77 Prozent davon aus dem Kanton Uri kommen.

Der Verwaltungsratspräsident erinnerte die Versammlung an den Spatenstich des Gebäudes für die Satzfischzucht im Juli letzen Jahres. Heute wird dort bereits produziert. 75000 junge Zander warten in grossen Wasserbecken auf die ersten Kundenbestellungen und können ab nächstem Monat an Fischzuchtanstalten verkauft werden.

Gebäude für die Fischzucht wird in Etappen realisiert

«Die geplante Fischzuchthalle beim Gotthard-Nordportal benötigt eine Grundfläche von etwa 10000 Quadratmetern und soll 170 Meter lang und 65 Meter breit werden und ich hoffe, dass Ende September 2018 die Baubewilligung vorliegt», erklärte Geschäftsführer Stefan Baumann. Das Land wird demnächst von der Firma Alptransit zum Preis von etwas über 2 Millionen Franken erworben.

Es ist geplant, dass die Fischzuchtanlage in Etappen gebaut wird. So soll in der ersten Etappe das Gebäude so gebaut werden, dass 180 Tonnen Fisch dort geerntet werden können und nach der zweiten von insgesamt vier möglichen Etappen sollen es dann schon 540 Tonnen jährlich sein. «Der Zander ist rund 12 Monate in dieser Anlage, bis wir ihn bei ungefähr 900 Gramm schlachten können», sagte der Geschäftsführer.

Zustimmung für Aktienkapitalerhöhung

«Wir brauchen jetzt Geld von den Aktionären um die Firma in den nächsten Jahren aufzubauen, denn zu viele Schulden zu machen, wäre keine gute Idee. Der erste Gewinn wird im Jahr 2021 erwartet», so Finanzchef Franz Inderbitzin. Deshalb beantragte der Verwaltungsrat an der GV eine ordentliche Kapitalerhöhung um 563000 Franken, das sind 563 Namenaktien im Nennwert von 1000 Franken pro Aktie. Weiter wurde eine Kapitalerhöhung um 1,8 Millionen Franken von 3,6 auf 5,4 Millionen Franken beantragt.

Diesen beiden Anträge stimmten alle Aktionäre ohne eine einzige Wortmeldung zu. «Erfreulich ist, dass wir eine NRP-Zusage des Regierungsrates erhalten haben für ein zinsloses Darlehen von 4,25 Millionen Franken und A-fonds-perdu-Beiträge von 0,7 Millionen Franken», sagte Inderbitzin.

Die Jahresrechnung 2017 schloss mit einem Verlust von 585700 Franken ab. Auf der Ausgabenseite schlagen die Löhne von 464000 Franken ins Gewicht. Trotzdem kann der Finanzchef auf der Aktivseite einen Betrag von fast 3 Millionen Franken ausweisen, darunter sind 1,1 Millionen flüssige Mittel und die jetzigen Produktionsanlagen haben einen Wert von insgesamt 1,7 Millionen Franken.

Nach sieben Jahren im Verwaltungsrat und einem Jahr als Präsident hat Andreas Graber auf die GV den Rücktritt aus beruflichen Gründen eingereicht. «Graber war ein eigentlicher Fisch-Guru und war für uns von zentraler Bedeutung und wir werden ihn schmerzlich vermissen», betonte Zgraggen.

Ehemaliger UKB-CEO als Verwaltungsrat

«Die Kündigung auf Ende August von Geschäftsführer Stefan Baumann hat bei uns ein kleineres Erdbeben ausgelöst», erinnerte sich Peter Zgraggen. Baumann hat in den vergangenen Jahren unzählige Beziehungen aufgebaut. Ganz verlassen wird er das Unternehmen allerdings nicht. Baumann erklärte sich bereit, in der Baukommission der neuen Fischzuchtanlage mitzuarbeiten.

Zum Abschied sagte Stefan Baumann zu den Aktionären im Saal: «Es hat riesig Spass gemacht, beim Aufbau der Basis 57 mitzuhelfen und ich bin überzeugt, dass dies ein Hammerprojekt wird, das einzigartig in der Schweiz und ganz Europa sein wird». Neuer Verwaltungsratspräsident wird Peter Zgraggen, der ehemalige CEO der Urner Kantonalbank.

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