Erstfeld: 300 Soldaten beenden den WK

Zwischen Erstfeld und Rothenthurm hat in den letzten drei Wochen ein Wiederholungskurs stattgefunden. Die Soldaten trainierten dabei die Zusammenarbeit.

Paul Gwerder
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Rund 300 Soldaten waren bei der Fahnenabgabe vor der Jagdmattkapelle in Erstfeld anwesend. (Bild: Paul Gwerder (30. Januar 2019))

Rund 300 Soldaten waren bei der Fahnenabgabe vor der Jagdmattkapelle in Erstfeld anwesend. (Bild: Paul Gwerder (30. Januar 2019))

Den Auftakt zur gestrigen Fahnenabgabe des Territorialdivision-Stabsbataillon 3 machte die Landeshymne «Trittst im Morgenrot daher», zu der die rund 300 Soldaten auf der geschichtsträchtigen Jagdmattwiese mehr oder weniger kräftig mitsangen.

«Die Nationalhymne hat ihren Ursprung unter anderem in Uri, dem Göttikanton unseres Bataillons», sagte einleitend Oberstleutnant im Generalstab Marco Fell. «Ich freue mich an diesem Ort die Standartenabgabe durchführen zu können, denn der Platz vor der Wallfahrtskapelle, die im Jahr 1339 erstmalig erwähnt worden ist, war früher auch Vorlandsgemeindeplatz.» In den vergangenen knapp drei Wochen konnte das Stabsbataillon mit seinen Offizieren und den vier Kompanien zwischen dem schwyzerischen Rothenthurm und Erstfeld trainieren.

Kompanien müssen eng zusammenarbeiten

«Insieme Due» – so lautete der Titel der diesjährigen Bataillonsübung. Nach dem Training im letzten Jahr war es das erklärte Ziel, das enge Zusammenspiel der Kompanien untereinander zu trainieren. Als persönliches Bataillon von Divisionär Lucas Caduff sollte bei dieser Übung der Bezug und der Betrieb eines Hauptquartiers in einer militärischen Anlage geübt sowie aufgeklärt und Informationen beschafft werden.

«Als Erstes ist die Aufklärungskompanie gefragt, welche als ‹Speerspitze› das zu sichernde Gebiet überwacht und ist somit der ‹Späher› unseres Bataillons», erklärte Hauptmann Matthias Höfliger. Danach folgt die Sicherungskompanie, die als «Bodyguard» des Divisionärs bezeichnet wird. Diese riegelt den Standort ab, durchsucht ihn und sichert diesen mit Ter-Gitter und Stacheldraht.

Nun ist der Weg frei für die Stabskompanie, welche das Hauptquartier einrichtet und betreibt – auch «Hotelier» genannt. Und nicht zuletzt hat die Übermittlungskompanie eine zentrale Aufgabe, denn sie ist für die Kommunikation zwischen den einzelnen Hauptquartieren verantwortlich und trägt auch den Namen «Swisscom der Division».

Das Territorialdivision Stabsbataillon 3 (Ter Div Stabsbat 3) ist in erster Linie Dienstleister für die Bedürfnisse des Kommandanten Territorialdivision 3 (Ter Div 3) und seines Stabes. Es stellt die Führungsfähigkeit der Ter Div 3 in allen Lagen sicher, was bedeutet, dass Führungseinrichtungen und Kommunikationsverbindungen zu den unterstellten Verbänden erstellt und betrieben werden. Zusätzlich verbindet das Ter Div Stabsbat 3 die kantonalen territorialen Verbindungsstäbe der Armee (KTVS) für die Kantone Graubünden, Tessin, Schwyz, Zug und Uri mit der Ter Div 3.

Ohne Stabsbataillon 3 geht nichts

In einem kurzen Rückblick sagte Oberstleutnant Marco Fell: « Ich habe in den letzten Wochen viele gute Dinge gesehen, aber auch solche, die dringend verbessert werden müssen. Klar ist es nicht einfach, wenn man plötzlich in der heutigen Zeit ohne Mobiltelefon auskommen muss oder ‹Google Maps› funktioniert nicht mehr. In diesem Moment wäre man froh um Karte und Kompass». Auch Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti richtete das Wort an die Soldaten. «Ohne Sie geht nichts – oder zumindest nicht viel – denn es würde sonst in vielen Bereichen Schwierigkeiten geben. Demgegenüber steht aber auch eine grosse Erwartungshaltung ihrer vorgesetzten Stellen und dafür braucht es ein zielgerichtetes Training», sagte er.

Wie er erfahren hat, wurde der Wiederholungskurs genutzt, um die Kernkompetenzen zu schulen, damit die Aufträge noch kompetenter ausgeführt werden können. «Für mich als Bürger gibt das ein gutes Gefühl, denn ich sehe mit eigenen Augen, dass sie ihren Auftrag erfüllen können», sagte der Regierungsrat weiter zu den Soldaten.

Am Schluss der Zeremonie gab der Fahnenträger unter militärischen Klängen seine Standarte wieder ab. Divisionär Lucas Caduff sagte beim Essen zu den Offizieren: «Ich habe das Gefühl, dass der Kurs gut gelungen ist und alle Ergebnisse zufriedenstellend sind, und wie überall gibt es logischerweise auch hier noch Steigerungspotenzial».