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ERSTFELD / BODIO: Gotthard-Eröffnung: Europa verneigt sich vor der Schweiz

Die politischen Spitzen Europas haben sich am Mittwoch vor der Leistung der Schweiz verneigt. In ihren Reden strichen sie die Bedeutung des Gotthard-Basistunnels für Europa heraus. Das Jahrhundertwerk sei weitaus mehr als ein Tunnel.
Der italienische Premier Matteo Renzi, Bundespräsidentin Johann Schneider-Ammann, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreich-Präsident François Hollande im Eröffnungszug durch den Gotthard-Basistunnel. (Bild: EPA / Ruben Sprich)

Der italienische Premier Matteo Renzi, Bundespräsidentin Johann Schneider-Ammann, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreich-Präsident François Hollande im Eröffnungszug durch den Gotthard-Basistunnel. (Bild: EPA / Ruben Sprich)

«Heute ist in der Schweiz der europäische Traum Realität geworden», sagte Frankreichs Präsident François Hollande vor den 1100 geladenen Gästen in Pollegio. Die Schweiz habe mit diesem Tunnel Tradition und Innovation verbunden und damit eine Zukunft für Europa gebaut.

Dieser Geist sei notwendig, und dieser Wind sollte auch wieder in den Mitgliedsländern Europa wehen. «Wir befinden uns auf dem gleichen Kontinent», sagte Hollande. Europa müsse der Welt zeigen, wozu es fähig sei. Denn Europa sei auch ein Traum.

Ein mehrfaches «Bumm» für den ausfahrenden Eröffnungszug auf dem Festplatz Rynächt. (Bild: Keystone / Laurent Gilleron)Ein mehrfaches «Bumm» für den ausfahrenden Eröffnungszug auf dem Festplatz Rynächt. (Bild: Keystone / Laurent Gilleron)
Das Publikum freut sich über die erste Durchfahrt beim Festplatz in Rynächt. (Bild: Nadia Schärli)Das Publikum freut sich über die erste Durchfahrt beim Festplatz in Rynächt. (Bild: Nadia Schärli)
Sie setzten einen Schlusspunkt unter die Feier: Die Piloten der Patrouille Suisse. (Bild: Keystone/TI-Press/Samuel Goday)Sie setzten einen Schlusspunkt unter die Feier: Die Piloten der Patrouille Suisse. (Bild: Keystone/TI-Press/Samuel Goday)
Noch ist ein Band im Weg: SBB-Chef Andreas Meyer (links) und Bundespräsident Johann Schneider-Ammann unmittelbar vor der Zeremonie der offiziellen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Noch ist ein Band im Weg: SBB-Chef Andreas Meyer (links) und Bundespräsident Johann Schneider-Ammann unmittelbar vor der Zeremonie der offiziellen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Voilà! Das Band wird durchschnitten. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Voilà! Das Band wird durchschnitten. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Zum Schluss wird gesungen: Johann Schneider-Ammann intoniert den Schweizer Psalm. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Zum Schluss wird gesungen: Johann Schneider-Ammann intoniert den Schweizer Psalm. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die politische Prominenz fährt einen Sonderzug: Das ganz entspannte Quartett, der italienische Premierminister Matteo Renzi, der Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Frankreichs Präsident François Hollande und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone / Ruben Sprich)Die politische Prominenz fährt einen Sonderzug: Das ganz entspannte Quartett, der italienische Premierminister Matteo Renzi, der Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Frankreichs Präsident François Hollande und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone / Ruben Sprich)
Die Urner Reussebene in einem besonderen Moment: Ein Rauchzeichen signalisiert die Ausfahrt des ersten offiziellen Passagierzugs. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)Die Urner Reussebene in einem besonderen Moment: Ein Rauchzeichen signalisiert die Ausfahrt des ersten offiziellen Passagierzugs. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Am Nordportal winkt der Lokführer aus dem Fenster. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Am Nordportal winkt der Lokführer aus dem Fenster. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Fast synchron: Die Eröffnungszüge fahren aus dem Tunnel. (Bild: Alptransit Livestream)Fast synchron: Die Eröffnungszüge fahren aus dem Tunnel. (Bild: Alptransit Livestream)
Zwei Premiere-Passagiere sehen nichts durchs Fenster. Da bleibt Zeit für Grüsse aus dem Tunnel. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)Zwei Premiere-Passagiere sehen nichts durchs Fenster. Da bleibt Zeit für Grüsse aus dem Tunnel. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)
Dieses Abteil im Zug nach Bellinzona haben Schulkinder in Beschlag genommen. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)Dieses Abteil im Zug nach Bellinzona haben Schulkinder in Beschlag genommen. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)
Ein Ticketgewinner testet das Nickerchen im Tunnel. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)Ein Ticketgewinner testet das Nickerchen im Tunnel. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)
Viel zitiertes Bonmot von alt Bundesrat Adolf Ogi: «Freude herrscht.» Hier trifft es zu. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)Viel zitiertes Bonmot von alt Bundesrat Adolf Ogi: «Freude herrscht.» Hier trifft es zu. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)
Im Eröffnungszug: Das Wort hat der Zugbegleiter. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)Im Eröffnungszug: Das Wort hat der Zugbegleiter. (Bild: Keystone / Epa / Christian Beutler)
Präzision bei der Einfahrt: Die beiden Züge im Norden und Süden fahren gleichzeitig in den Tunnel ein. (Bild: Nadia Schärli)Präzision bei der Einfahrt: Die beiden Züge im Norden und Süden fahren gleichzeitig in den Tunnel ein. (Bild: Nadia Schärli)
Zeugen einer anderen Transport-Ära galoppieren durch das Festzelt. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Zeugen einer anderen Transport-Ära galoppieren durch das Festzelt. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Künstler stellen in einer Performance die Arbeit, aber auch die mytischen Seiten des Bauprojekts dar. (Bild: Nadia Schärli)Künstler stellen in einer Performance die Arbeit, aber auch die mytischen Seiten des Bauprojekts dar. (Bild: Nadia Schärli)
Inszeniert hat die Darbietung der deutsche Regisseur Volker Hesse. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Inszeniert hat die Darbietung der deutsche Regisseur Volker Hesse. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Arbeiter begegnen den Geistern des Berges. (Bild: Nadia Schärli)Arbeiter begegnen den Geistern des Berges. (Bild: Nadia Schärli)
Gäste beschränken sich nicht aufs Zusschauen. Sie wollen auch festhalten. (Bild: Keystone / Ruben Sprich)Gäste beschränken sich nicht aufs Zusschauen. Sie wollen auch festhalten. (Bild: Keystone / Ruben Sprich)
Showtime auch in Polleggio: Zeitgleich nicht nur die Reden der Bundesräte, sondern auch die Performance. (Bild: Keystone / Davide Agosta)Showtime auch in Polleggio: Zeitgleich nicht nur die Reden der Bundesräte, sondern auch die Performance. (Bild: Keystone / Davide Agosta)
Liegts an der südlichen Lage? In Pollegio sind die Darsteller deutlich weniger bekleidet … (Bild: Keystone/ Gabriele Putzu)Liegts an der südlichen Lage? In Pollegio sind die Darsteller deutlich weniger bekleidet … (Bild: Keystone/ Gabriele Putzu)
… zwar – manchmal auch deutlich mehr. (Bild: Keystone/ Gabriele Putzu)… zwar – manchmal auch deutlich mehr. (Bild: Keystone/ Gabriele Putzu)
Mitwirkende des Theatro Dimitri gehen in ihrer Show die Wände hoch. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone,Ti-Press via APi)Mitwirkende des Theatro Dimitri gehen in ihrer Show die Wände hoch. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone,Ti-Press via APi)
Bundesrat Alain Berset, Frankreichs Präsident François Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen in Erstfeld ein. (Bild: Nadia Schärli)Bundesrat Alain Berset, Frankreichs Präsident François Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen in Erstfeld ein. (Bild: Nadia Schärli)
Johann Schneider- Ammann präsentiert sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. (Bild: Nadia Schärli)Johann Schneider- Ammann präsentiert sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. (Bild: Nadia Schärli)
Hohe Ehrengäste: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann posiert mit Italiens Premierminister Matteo Renzi vor eine Tunnel-Kulisse (also nicht wirklich im Tunnel). (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Hohe Ehrengäste: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann posiert mit Italiens Premierminister Matteo Renzi vor eine Tunnel-Kulisse (also nicht wirklich im Tunnel). (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Johann Schneider-Ammann nimmt sich Frankreichs Präsident François Hollande zur Seite. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Johann Schneider-Ammann nimmt sich Frankreichs Präsident François Hollande zur Seite. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Aussenminister Didier Burkhalter (rechts) begrüsst Lichtensteins Premierminister Adrian Hasler. (Bild: Keystone/Reuters POOL/Ruben Sprich)Aussenminister Didier Burkhalter (rechts) begrüsst Lichtensteins Premierminister Adrian Hasler. (Bild: Keystone/Reuters POOL/Ruben Sprich)
Auf dem Bild zu sehen sind (in der vorderen Reihe von links): Bundesrätin Doris Leuthard, Frankreichs Staatschef François Hollande, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesrat Ueli Maurer. In den hinteren beiden Reihen von links: Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Ständeratspräsident Raphael Comte, Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler, Bundesrat Guy Parmelin, Bundesrat Didier Burkhalter, der österreichische Bundeskanzler Christian Kern, der italienische Premierminister Matteo Renzi, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder und Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)Auf dem Bild zu sehen sind (in der vorderen Reihe von links): Bundesrätin Doris Leuthard, Frankreichs Staatschef François Hollande, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesrat Ueli Maurer. In den hinteren beiden Reihen von links: Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Ständeratspräsident Raphael Comte, Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler, Bundesrat Guy Parmelin, Bundesrat Didier Burkhalter, der österreichische Bundeskanzler Christian Kern, der italienische Premierminister Matteo Renzi, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder und Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer / Pool)
Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Aussenminister, will den Höhepunkt europäischer Transportgeschichte nicht verpassen. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Aussenminister, will den Höhepunkt europäischer Transportgeschichte nicht verpassen. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Bundespräsident Johann Schneider-Amman umzingelt von Medienschaffenden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LU)Bundespräsident Johann Schneider-Amman umzingelt von Medienschaffenden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LU)
Derweil: Schüler steigen in den Zug. (Bild: Keystone / Carlo Reguzzi)Derweil: Schüler steigen in den Zug. (Bild: Keystone / Carlo Reguzzi)
Der italienische Transportminister Graziano Delrio (Mitte), bei der Ankunft auf dem südlichen Festgelände. (Bild: Keystone / Gabriele Putzu)Der italienische Transportminister Graziano Delrio (Mitte), bei der Ankunft auf dem südlichen Festgelände. (Bild: Keystone / Gabriele Putzu)
Das Festzelt auf dem Areal Rynächt hat sich mit Publikum gefüllt. (Bild: Alptransit Livestream)Das Festzelt auf dem Areal Rynächt hat sich mit Publikum gefüllt. (Bild: Alptransit Livestream)
Bundespräsident Johann Schneider-Amman spricht in Rynächt, Doris Leuthard in Pollegio. (Bild: Nadia Schärli)Bundespräsident Johann Schneider-Amman spricht in Rynächt, Doris Leuthard in Pollegio. (Bild: Nadia Schärli)
Bundespräsident Johann Schneider-Ammann spricht am Festplatz Rynächt zu den Journalisten. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Bundespräsident Johann Schneider-Ammann spricht am Festplatz Rynächt zu den Journalisten. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die Einlage vor der Show: Ein Tänzer wärmt sich auf für seinen Auftritt. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)Die Einlage vor der Show: Ein Tänzer wärmt sich auf für seinen Auftritt. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Mitarbeiter der SBB-Bahnpolizei und der Securitrans warten am Gotthard-Nordportal auf die Ankunft des Extrazuges. (Bild: Nadia Schärli)Mitarbeiter der SBB-Bahnpolizei und der Securitrans warten am Gotthard-Nordportal auf die Ankunft des Extrazuges. (Bild: Nadia Schärli)
Gewinner einer Fahrkarte für die Mitfahrt im ersten Passagierzug durch den Tunnel steigen ein. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Gewinner einer Fahrkarte für die Mitfahrt im ersten Passagierzug durch den Tunnel steigen ein. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
In Arth-Goldau versammeln sich Gewinner eines Mitfahr-Tickets. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)In Arth-Goldau versammeln sich Gewinner eines Mitfahr-Tickets. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Alt-Bundesrat Flavio Cotti: Auch er ist zukünftig eine halbe Stunde schneller in der Deutschschweiz. (Bild: Alptransit Livestream)Alt-Bundesrat Flavio Cotti: Auch er ist zukünftig eine halbe Stunde schneller in der Deutschschweiz. (Bild: Alptransit Livestream)
Die Bundesräte Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga warten – unter anderem auf den Auftritt ihres Bundesratskollegen Johann Schneider-Ammann. (Bild: Alptransit Livestream)Die Bundesräte Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga warten – unter anderem auf den Auftritt ihres Bundesratskollegen Johann Schneider-Ammann. (Bild: Alptransit Livestream)
Pieter Zeilstra, Pfarrer Martin Werlen, der Rabbiner Marcel Yair Alimi, Pfarrerin Somina Rauch und der Imam Bekim Alimi (von links) unterwegs zur Segnung des Gotthard-Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)Pieter Zeilstra, Pfarrer Martin Werlen, der Rabbiner Marcel Yair Alimi, Pfarrerin Somina Rauch und der Imam Bekim Alimi (von links) unterwegs zur Segnung des Gotthard-Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Pfarrer Martin Werlen bei der Segnung des neuen Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)Pfarrer Martin Werlen bei der Segnung des neuen Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Mineure, bei der Segnung des Gotthard Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)Eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Mineure, bei der Segnung des Gotthard Tunnels. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Alptransit Gotthard AG, Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes fuer Verkehr und SBB-CEO Andreas Meyer (von links) in Castione. (Bild: Keystone / Davide Agosta)Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Alptransit Gotthard AG, Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes fuer Verkehr und SBB-CEO Andreas Meyer (von links) in Castione. (Bild: Keystone / Davide Agosta)
Adolf Ogi, alt Bundesrat und der Vater der Neat bei seiner Rede vor 500 glücklichen Losgewinnern in Arth Goldau, die als erste durch den Gotthard-Basistunnel fahren dürfen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Adolf Ogi, alt Bundesrat und der Vater der Neat bei seiner Rede vor 500 glücklichen Losgewinnern in Arth Goldau, die als erste durch den Gotthard-Basistunnel fahren dürfen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Dieser Spass darf sein: Soldaten fotografieren sich am Rednerpult des Bundespräsidenten. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)Dieser Spass darf sein: Soldaten fotografieren sich am Rednerpult des Bundespräsidenten. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
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Gotthard: Ein Jahrhundertbauwerk wird eröffnet

Einigkeit in der Vielfalt

Das Verbindende rückte auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Vordergrund. Dafür stehe der neue Tunnel symbolhaft. «Europa ist immer die Vielfalt, die uns vereint», sagte sie in ihrer Rede.

In letzter Zeit sei viel über Grenzen gesprochen worden. Diese müssten geschützt werden, versicherte Merkel. Mit dem Tunnel würden die Binnengrenzen aber durchlässiger und die Kulturen näher zusammenrücken.

Signalwirkung hat der Tunnel auch für den italienischen Premier Matteo Renzi: «In Zeiten, in der andere Mauern bauen wollen, hat die Schweiz ein Zeichen gesetzt.» Die Bezeichnung «Jahrhundertwerk» sei sicher angemessen.

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern sprach von einem «grossen Tag für Europa». Die Schweiz habe symbolhaft gezeigt, «wie man unseren Kontinent wettbewerbsfähiger, erfolgreicher, lebenswerter machen kann.» Zu den Gratulanten zählte auch der liechtensteinische Regierungschef Adrian Hasler. Es brauche Mut, diese Vision umzusetzen. Dafür werde die Schweiz heute belohnt.

Appell an europäische Partner

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann nutzte die Gelegenheit vor der versammelten Politprominenz, an die europäischen Partner zu appellieren. «Wir müssen die Zukunft miteinander gestalten.» Um die bilateralen Fragen zu klären, sei der Weitblick gefragt, der auch zur Realisierung des Jahrhundertwerks notwendig gewesen sei. Der Wirtschaftsminister gab sich zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass wir diese grossen Herausforderungen meistern können.»

Emotionaler zeigte sich Verkehrsministerin Doris Leuthard. Sie habe den Stolz der Schweizer Bevölkerung gespürt und zugleich viel Wertschätzung durch ausländische Staatschefs erfahren, sagte sie vor Medienvertretern. Dabei versagte ihr immer wieder die Stimme, da sie vom Eröffnungstag sichtlich bewegt schien.

Die Regierungschefs aus Italien und Deutschland gaben sich auch selbstkritisch. Nach der Tunneleröffnung steige der politische Druck, bei den Zubringerstrecken endlich vorwärts zu machen. «Der Gotthard ist wie das Herz, nun fehlt noch die Aorta», erklärte Merkel. Auch Renzi hat entschieden, viel zu investieren, um die Anschlussstrecken auszubauen

sda

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