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ERSTFELD: Durchbruch im Streit um Nutzung des Alpbachs

Die Behörden haben eine Lösung für den Alpbach im Erstfeldertal gefunden: Der Gewässer im Erstfeldertal soll künftig sowohl für die Produktion von erneuerbarer Energien als auch für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt werden.
Der Alpbach im Erstfeldertal wird als Trinkwasserquelle und für Wasserkraft genutzt. (Bild: PD)

Der Alpbach im Erstfeldertal wird als Trinkwasserquelle und für Wasserkraft genutzt. (Bild: PD)

Der Alpbach im Erstfeldertal ist vom Regierungsrat seit Jahren für die Stromproduktion vorgesehen. Im Kanton Uri gibt es nirgends einen Bach mit ähnlich grossem, ungenutztem Potenzial für Wasserkraftnutzung. Seit mehreren Jahren arbeiteten die Gemeindewerke Erstfeld (GWE), die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) und der Kanton Uri sowie die Korporation Uri an einem Partnerwerk, um die Wasserkraft des Bachs gemeinsam zu nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Neben dem umweltfreundlich produzierten Strom bringt die Nutzung des Alpbachs finanzielle Vorteile – für den Kanton Uri insbesondere in Form von Wasserzinsen und Energieeinnahmen.

Das Projekt stiess jedoch in der Vergangenheit in der Gemeinde Erstfeld auf Widerstand. Hauptgrund war die Befürchtung, dass die Trinkwasserquellen im Erstfeldertal nicht mehr im gleichen Ausmass wie heute genutzt werden können. Das vorgeschlagene Trinkwasser-Ersatzkonzept der Urner Regierung wurde abgelehnt. Aufgrund dieser intensiven politischen Debatte in den vergangenen zwei Jahren wurde das Projekt Alpbach nochmals grundlegend überdacht. Die Anliegen der Standortgemeinde wurden dabei sehr ernst genommen.

Der neue Lösungsansatz geht dahin, die Trinkwasserquellen zu erhalten und trotzdem Wasserkraft für Stromproduktion nutzen zu können. Es hat sich klar gezeigt, dass eine Gefährdung der heute für das Trinkwasser genutzten Quellen mit Anpassungen auf beiden Seiten ausgeschlossen werden kann, wie die Urner Baudirektion am Freitag in einer Mitteilung schreibt. Dabei geniesst die Nutzung des Trinkwassers absolute Priorität. Eine Doppelnutzung des Wassers ist somit möglich.

Die Doppelnutzung basiere auf strengen betrieblichen und baulichen Vorgaben für die Wasserkraftnutzung. So werden in den Wintermonaten keine Unterhaltsmassnahmen an der Fassung erlaubt sein und es muss genügend Restwasser im Alpbach verbleiben. Letzteres kann die Stromproduktion einschränken. In den Sommermonaten decken die beiden nicht vom Alpbach beeinflussten Quellen Helltal und Kleeberg den Trinkwasserbedarf der Gemeinde Erstfeld in aller Regel zu über 100 Prozent. Im Sommer ist die Nutzung der bachbeeinflussten Quellen nicht erforderlich und somit eine hydrologische Trennung Trinkwasser und Wasserkraft möglich.

red

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