Erstfeld
Ein LKW-Fahrer verstösst massiv gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung

Der niederländische Chauffeur flog bei einer Schwerverkehrskontrolle der Kantonspolizei Uri auf. Nebst Verstössen gegen die Arbeits- und Ruhezeit stellte sie auch mehrere technische Mängel fest.

Merken
Drucken
Teilen

(sok) Am Mittwoch, den 19. Mai, stellte die Kantonspolizei Uri bei Schwerverkehrskontrollen im Schwerverkehrszentrum einen LKW-Chauffeur fest, der massiv gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung verstossen hatte.

Laut Mitteilung stellte die Polizei bei der 28-tägigen Kontrollperiode 25 Übertretungen fest. Dabei überschritt der Fahrer mehrfach die täglichen Lenkzeiten und hielt auch oft die Lenkpausen nicht ein. Zudem missachtete er die täglichen Ruhezeiten. An mindestens neun Arbeitstagen bediente der Chauffeur ausserdem den Fahrtenschreiber falsch, indem er seine Fahrerkarte aus dem Fahrtenschreiber nahm und das Fahrzeug rund 2000 Kilometer ohne Arbeits- und Ruhezeitaufzeichnung lenkte.

Auch technische Mängel festgestellt

Dem nicht genug ergab die technische Kontrolle am Sattelmotorfahrzeug mehrere Mängel. Eine genauere Kontrolle am Geschwindigkeitsbegrenzer zeigte, dass die Abregeldrehzahl mit 117 Kilometern pro Stunde viel zu hoch eingestellt war. An einem Tag lenkte der Chauffeur das Fahrzeug ununterbrochen über vier Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 115 Stundenkilometern.

Die technischen Mängel mussten vor der Weiterfahrt behoben werden. Der Fahrer wurde bei der Staatsanwaltschaft Uri angezeigt. Er musste eine Bussenkaution von mehreren tausend Franken hinterlegen.