Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ERSTFELD: Erstfeld hat neu ein Tourismusbüro

Im Bahnhof mitten im Dorf kehrt mit der Eröffnung des Tourismusbüros wieder Leben ein. Dort gibt es Angebote rund um das Thema Gotthardbahn und zudem können dort wieder Billette gekauft werden.
Paul Gwerder
Das Tourismusbüro in Erstfeld hat an mindestens fünf Tagen in der Woche geöffnet. (Bild: PD)

Das Tourismusbüro in Erstfeld hat an mindestens fünf Tagen in der Woche geöffnet. (Bild: PD)

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Mit der Eröffnung des neuen Tourismusbüros fällt heute der Startschuss für das Gotthard-Tunnel-Erlebnis in Erstfeld», sagte Martina Stadler, Geschäftsführerin der Uri Tourismus AG (UTAG) bei der Begrüssung der vielen Gäste. «Ich freue mich riesig, dass ich dieses attraktive Büro noch selber an einem meiner letzten Arbeitstage hier eröffnen darf, bevor ich meine neue Stelle im Bündnerland antrete», so die abtretende Martina Stadler.

Der ehemalige Billettschalter und Wartesaal dient nun als Tourismusbüro, das an mindestens fünf Tagen in der Woche geöffnet sein wird und eine Aussenstelle von der Tourismus AG Uri ist. Nun kehrt im Bahnhof mitten im Dorf wieder Leben ein. Hier ist der Ausgangspunkt zu den Führungen Gotthard-Tunnel-Erleb-nis, welche die UTAG anbietet.

Das Büro ist eine Augenweide

Ein Fenster im Tunnel ermöglicht den Gästen die direkte Sicht auf die vorbeirauschenden Züge. Zudem haben die Gäste in Erstfeld die Möglichkeit, das historische Rollmaterial von SBB Historic zu besichtigen oder einen Blick ins moderne Erhaltungs- und Interventionszentrum des Gotthard-Basistunnels zu werfen.

Das neue Büro ist für jeden Gast eine Augenweide. Dafür verantwortlich war die Firma Mengelt & Gisler AG, die dabei vom Erstfelder Leiter der Bauabteilung Pietro Caviglia unterstützt wurde. Schon nach dem Eintritt lädt ein echtes altes Zugabteil mit den für heutige Zeiten unbequemen Holzbänken die Gäste zum Sitzen ein. Der grosse Empfangstresen steht auf ein paar echten Schienenstücken und die Tischlein daneben auf alten Wagenachsen. Dazu hängen an den Wänden alte Bilder und Gegenstände, die SBB Historic zur Verfügung gestellt hatte. Auf den Boden wurden bildlich Schwellen und Schienen verlegt, die vor dem Tunnelportal enden, der fast echt aussieht. Im Eingangsbereich hat das Kunstwerk «1882– 2016» von Christoph Arnold einen idealen Platz gefunden, das sich mit der Entwicklung der Einwohnerzahlen während dieser Zeit befasst.

«Mit dem neuen Büro vor Ort, in dem es wichtige Informationen zum Dorf gibt, kann der Tourismus angekurbelt werden», glaubt Martina Stadler. Es werden in Erstfeld die gleichen Leistungen angeboten wie in Altdorf. «Die Gäste können sämtliche touristischen Angebote hier bekommen, insbesondere rund um das Thema «Gotthardbahn – neu und alt», führt die Tourismusfachfrau weiter aus. So gibt es Führungen entlang der Bergstrecke und im Kraftwerk Amsteg, welche hier gebucht werden können. In Erstfeld selber bietet die UTAG Theater-Führungen und einen bahnhistorischen Rundgang durch das Dorf an.

Bewohner stehen hinter dem Projekt

Freude werden die Erstfelder haben, dass hier nicht nur eine Vorverkaufsstelle des Ticketcorners für Veranstaltungen ist, sondern dass die Kunden die ganze Palette von Billetten für den öffentlichen Verkehr kaufen können. «Das neue Büro bietet einen Mehrwert für die Gemeinde und den Gast und ist für beide Seiten ein grosser Gewinn», glaubt Stadler. «Nun fängt die Arbeit aber erst an, denn wir haben noch Luft nach oben mit grossem Potenzial, denn die Leute sind fasziniert von der alten Bahngeschichte», ergänzt Stadler.

«Von der Idee bis zur Umsetzung war ein langer Weg und dazwischen lag viel Arbeit. Aber heute sehen wir alle, dass es sich gelohnt hat», erklärte Gemeindepräsidentin Pia Tresch. Dies haben die Bewohner von Erstfeld und Silenen erkannt und standen immer hinter diesem Projekt, wie auch der Kanton, die SBB und die Alp-Transit AG.

Erstfeld ist und bleibt eine Eisenbahnerdorf

Mit der Bahngeschichte im Zentrum, der alten Bergstrecke und dem Start der Tunnelführungen am 1. Februar ist ein erster Schritt gemacht. Pia Tresch sagt stolz: «Erstfeld ist ein Eisenbahnerdorf und wird es in Zukunft auch bleiben.» Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti glaubt, dass die Eröffnung des Tourismusbüros ein Meilenstein ist und für Erstfeld beste Werbung und zukunftsweisend ist. Für Uri sei die Bergstrecke ein wichtiger Publikumsmagnet. Auch der Regierungsrat unterstützte dieses so wichtige Projekt mit einem einmaligen Betrag von 180000 Franken und einem jährlichen Beitrag von 20000 Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.