ERSTFELD: EWA-Konkurrenz hat ihr Projekt überarbeitet

Zwei AG wollen das Wasser des Alpbachs im Erstfeldertal nutzen. Jetzt hat eine der beiden ein überarbeitetes Projekt eingereicht.

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Hofstetten (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Hofstetten (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Der Alpbach im Erstfeldertal ist ein Kantonsgewässer und weist das grösste noch nutzbare Energiepotenzial in Uri auf. Die KW Erstfeldertal AG – ihr gehören die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), die Gemeindewerke Erstfeld (GWE) und der Kanton Uri an – planen dort ein einstufiges Wasserkraftwerk. An einer Informationsveranstaltung im Mai 2013 äusserte die Erstfelder Bevölkerung einige Bedenken gegen dieses Projekt. Kritisiert wurden vor allem, dass bei einer Realisierung drei Trinkwasserquellen der Gemeinde und diverse Quellen Privater nicht mehr oder nur noch teilweise genutzt werden könnten. Bemängelt wurden auch die Beteiligungsverhältnisse.

 

Hofstetten (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Hofstetten (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Schopfen (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Schopfen (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Zweite Voreinfrage eingereicht

Um die Nutzung des Wassers des Alpbachs bemüht sich aber auch die Kraftwerk Alpbach AG mit Sitz in Erstfeld. Sie hat am 16. August 2012 der Baudirektion Uri eine erste Voreinfrage zu einem zweistufigen Kraftwerkprojekt am Alpbach eingereicht. Danach herrschte mehr oder weniger Funkstille. «Infolge der negativen Stimmung bei der Infoveranstaltung vom Mai gegen das vorgestellte Projekt haben wir uns mit einer Delegation der Bewohner des Erstfeldertals zusammengesetzt und ein zweifelsohne allseits akzeptierbares Projekt ausgearbeitet», schreibt der Verwaltungsrat in einem Brief an die Baudirektion. Das überarbeitete Projekt respektive die zweite Voreinfrage ist der Baudirektion in diesen Tagen zugestellt worden. Als Vorteile gegenüber dem EWA-Projekt sieht die KW Alpbach AG die höhere Gesamtenergieproduktion, mehr Winterenergie und die Etappierbarkeit. Die untere Stufe könnte alleine gebaut und so die Erstfelder Trinkwasserquellen vorläufig erhalten bleiben.
 

Bruno Arnold

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Bodenberge (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Bodenberge (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)