ERSTFELD: FDP spricht sich für Pfaffenmatt aus

Die Ortspartei ist der Meinung, dass nun die Zeit reif ist, um in die Sportinfrastrukturen zu investieren. Zur erleichterten Einbürgerung sagt sie Nein.

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Der neu gewählte Rechnungsrevisor Sven Gisler, flankiert von den Organisatorinnen des Neujahrsapéros Sonja Schuler und Christine Rufener. (Bild: PD (Erstfeld, 30. Januar 2017))

Der neu gewählte Rechnungsrevisor Sven Gisler, flankiert von den Organisatorinnen des Neujahrsapéros Sonja Schuler und Christine Rufener. (Bild: PD (Erstfeld, 30. Januar 2017))

An der Vereinsversammlung der FDP-Ortspartei Erstfeld gab es reichlich Diskussionsstoff. Die Parteimitglieder diskutierten nicht nur über die drei nationalen Vorlagen. Vor allem das kommunale Begehren für neue Sport­anlagen in der Pfaffenmatt zog die Aufmerksamkeit auf sich. Der ESC Erstfeld habe an einer Informationsveranstaltung die Rest­finanzierung ausweisen können und mit der Gemeinde Erstfeld eine Vereinbarung unterzeichnet.

Davon könne nicht nur der ESC, sondern auch die anderen ortsansässigen Vereine profitieren, führte FDP-Ortspräsident Hanspeter Schuler aus. Die Versammelten waren schliesslich einstimmig der Meinung, dass nach Jahren schlechter Finanz­lage in Erstfeld die Zeit reif ist, in gute Sportinfrastrukturen zu investieren. So wurde die klare Ja-Parole gefasst.

Partei sieht keinen Handlungsbedarf

Von den nationalen Abstimmungen wurde der Bundesbeschluss über die erleichterte Einbürgerung am intensivsten, aber durchwegs sachlich diskutiert. Die Mehrheit war der Meinung, es gebe keinen Handlungsbedarf, die Einbürgerungspraxis zu ändern. Denn für die dritte Generation würden gemäss Pro-Komitee die gleichen Kriterien für eine Einbürgerung gelten wie für eine «normale Einbürgerung». Die geltende Einbürgerungspraxis habe sich in der Vergangenheit bewährt. Schliesslich lehnte die Ortspartei die Vorlage ab. Die Schaffung eines Fonds für die ­Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF) wurde mit klarem Mehr gutgeheissen. Einstimmig sagten die Parteimitglieder Ja zur Un­ter­neh­mens­steuerreform III.

Neat-Eröffnung als Jahrhundertereignis

An der Versammlung wurde aber auch zurückgeblickt. In seinem Jahresrückblick bezeichnete Präsident Hanspeter Schuler das Jahr 2016 mit den zahlreichen Konflikten und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen als ein sehr schwieriges Jahr. Die zahlreichen Attentate führten zu Ängsten und Verunsicherungen auch in der Schweiz. Als Jahrhundertereignis für den Kanton Uri und besonders für Erstfeld nannte er die Neat-Eröffnungsfeier. Auf kantonaler Ebene war die FDP mit dem dritten Sitz im Regierungsrat und dem Zulegen von zwei Landratssitzen äusserst erfolgreich.

Unter dem Traktandum «Ehrungen» nutzte der Präsident die Gelegenheit, den ehemaligen Landratskandidaten und allen Kommissionsmitgliedern für das grosse Engagement zu danken. Besonders bedankte er sich bei Vizepräsidentin Christine Rufener und Sonja Schuler, welche wiederum den Neujahrsapéro organisierten. Die beiden Vorstandsmitglieder Nina Rufener und Sandro Epp wurden mit Applaus für zwei Jahre wiedergewählt. Sibylle Püntener reichte als Rechnungsrevisorin ihre Demission ein. Sven Gisler ist ihr Nachfolger. (red)