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ERSTFELD: Feuerwehr stösst auf Interesse

Am Einführungstag der Feuerwehr Erstfeld haben 38 Personen gelernt, Feuer zu bekämpfen. Daraufhin entschieden sich 6 Frauen und 18 Männer, der Feuerwehr beizutreten.
Paul Gwerder
Die angehenden Feuerwehrleute konnten am Einführungstag einen Brand bekämpfen. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 4. November 2017))

Die angehenden Feuerwehrleute konnten am Einführungstag einen Brand bekämpfen. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 4. November 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Die Feuerwehr Erstfeld zählt aktuell 77 Feuerwehrleute, darunter sind neun Frauen. «Ein Bestand von rund 90 Personen wäre für unseren Stützpunkt ideal», sagt Kommandant Thomas Wipfli.

Am Samstag kamen 12 Frauen und 26 Männer an den Einführungstag in die Zivilschutzanlage im Krump. Zur grossen Überraschung der Teilnehmenden wurden sie dort zuerst komplett eingekleidet, bevor sie nach dem theoretischen Teil gleich nach dem Znüni an diversen Posten die Anwendung des Feuerwehrhandwerks selber probieren konnten.

Insgesamt 17 Feuerwehrmänner gewährten den Teilnehmern einen Einblick in die vielfältige und abwechslungsreiche Arbeit der Feuerwehr Erstfeld. Die Kernaufgabe der Feuerwehr ist die Intervention bei Rettungen, Unfällen, Feuer, Wasser, gefährlichen Stoffen und Naturereignissen. Sie hilft auch in Notfällen durch vorbeugende Massnahmen mit, um Menschen, Tiere oder Sachwerte zu schützen. Die Ausbildung geniesst einen sehr hohen Stellenwert im Urner Feuerwehrverband.

«Brandhüsli» wird zur Herausforderung

«Ich bin heute wirklich positiv überrascht, mit welchem Elan die jungen Leute hier an den verschiedenen Posten mitmachen», sagte Wipfli. Weiter stellte er fest, dass viele zuerst zögerlich und mit einem gewissen Respekt, dann aber voll motiviert ans Werk gingen. An zahlreichen Posten erklärten Offiziere, Instruktoren und Gruppenleiter den zukünftigen Feuerwehrleuten die einzelnen Geräte, welche zur Rettung und zur Bekämpfung des Feuers vorhanden waren.

Eine besondere Herausforderung war das «Brandhüsli», in dem es vom Feuer sehr heiss war und der dichte Rauch eine Sicht fast verunmöglichte. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet und professioneller Führung ging es nun in das Gebäude. Für den 19-jährigen Kilian Imholz, der gerne zur Feuerwehr gehen möchte, war dies sehr speziell, wie er schildert. «Im Häuschen war es tatsächlich sehr heiss, und ich glaube, dass es mir sogar ein paar Haare ‹gekräuselt› hat. Besonders spannend war das Löschen des Feuers. Dort konnten wir selber feststellen, dass nicht jedes Feuer nur mit Wasser gelöscht werden kann. Wir durften auch den Brandherd mit Schaum bekämpfen.»

Instruktor Fabian Tresch erklärte den angehenden Feuerwehrleuten den Umgang mit der Strebenleiter. Danach durften jene Frauen und Männer, welche keine Höhenangst hatten, den dreistöckigen Turm besteigen. Für den 18-jährigen Diego Niederer kein Problem; er bestieg die Leiter flink und sicher. «Als Maurer kenne ich keine Höhenangst, und die Übung mit der Leiter hat mir Spass gemacht», sagte er. Sogar Gemeinderätin Rebekka Wyler nahm am Einführungstag teil: «Ich wollte selber einmal die Arbeit der Feuerwehr erleben, obwohl ich aus beruflichen und zeitlichen Gründen kaum der Feuerwehr beitreten werde», sagte Wyler.

Besondere Freude bereitete den jungen Menschen die Arbeit mit der Motorspritze. Dort lernten sie nicht nur diverse Schläuche und Leitungen kennen, sondern sie konnten ein normales Strahlrohr und zudem noch das Turbostrahlrohr und einen Wasserwerfer testen. Dabei stellten sie erstaunt fest, dass der Wasserstrahl über die ganze Breite der Reuss reichte.

24 neue Feuerwehrleute dazugewonnen

Mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden am Abend Einzelgespräche geführt. Dabei lobten alle den Tag als spannend, lehrreich und interessant. Der Orientierungstag darf dann auch als voller Erfolg gewertet werden, denn von den 38 Teilnehmenden entschieden sich schlussendlich 24 Erstfelder, darunter sechs Frauen, für einen Beitritt zur Feuerwehr und für den Beginn einer vielversprechenden Laufbahn bei der Feuerwehr Erstfeld.

Einer, der sicher der Feuerwehr beitreten wird, ist der 26-jährige Erich Zberg, der beim Gemeindewerk arbeitet. «Ich fand es sehr sinnvoll, dass wir hier praktisch üben und beim Löschen das Verhalten des Feuers beobachten konnten», sagte Zberg.

Für die Erstfelder Feuerwehr sind Leute wie Zberg, die ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde haben, sehr wichtig, denn ein Grossteil der Feuerwehrleute arbeitet auswärts.

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