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ERSTFELD: Gemeinde Erstfeld rechnet mit Gewinn

Die Budgets 2018, offene Wahlen und Einbürgerungen stehen im Zentrum der Gemeindeversammlung von morgen Mittwoch. Zudem wird ein Antrag betreffend einer Konzessionsabgabe des EWA gestellt.
Markus Herger
Gemeindehaus Erstfeld fotografiert am 17. Januar 2017. Gemeinde, Übersicht, Dorf (Bild: Corinne Glanzmann (Erstfeld, 17. Januar 2017))

Gemeindehaus Erstfeld fotografiert am 17. Januar 2017. Gemeinde, Übersicht, Dorf (Bild: Corinne Glanzmann (Erstfeld, 17. Januar 2017))

Markus Herger

redaktion@urnerzeitung.ch

Morgen Mittwoch sind an der ­Gemeindeversammlung offene Wahlen für die Amtsdauer 2018/19 des Verwaltungsrats der Gemeindewerke und des Alters- und Pflegeheims Spannort sowie für das Quartieramt zu treffen. Zufolge Demission von Mitglied Cyrill Amherd ist eine Ersatzwahl für ein Mitglied der Rechnungsprüfungskommission (RPK) vorzunehmen.

Der Versammlung werden die Einbürgerung der sri-lankischen Geschwister Asvien und Gajanie Rajamohan unterbreitet. Die Bürgerrechtsbewerber sind in der Schweiz geboren und in Erstfeld aufgewachsen. Ebenfalls eine Einbürgerung wird für das Ehepaar Gerd und Sabine Germer-Höfig, deutsche Staatsangehörige, beantragt. Das Ehepaar ist seit 2004 in Erstfeld wohnhaft. Gestützt auf die vorgenommene Prüfung beantragt der Einwohnergemeinderat, den Gesuchstellern das Bürgerrecht der Gemeinde Erstfeld zu erteilen.

Konzessionsabgabe für EW Altdorf AG

Neben den Gemeindewerken Erstfeld versorgt auch die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) auf Erstfelder Gemeindegebiet Kunden mit elektrischer Energie. Diese Stromlieferungen erfolgen aus netztechnischen Gründen und sind historisch bedingt. Stromlieferungen des EWA betreffen die Gotthard-Raststätte und die Notversorgung des Neat-Basistunnels. Mit einer vertraglichen Vereinbarung soll nun die Rechtsgrundlage für eine Konzessionsabgabe geschaffen werden. Dies erfolgt analog der Konzessionsabgabe der Gemeindewerke Erstfeld an die Einwoh- nergemeinde. Diese Konzessionsabgabe wurde an der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2015 beschlossen. 2016 haben die Gemeindewerke der Einwohnergemeinde eine Konzessionsgebühr von gesamthaft 219'400 Franken abgeliefert. Der beantragte Konzessionsvertrag ist angelehnt an die Verträge, wie sie vom EWA mit den übrigen Konzessionsgemeinden abgeschlossen wurden. Die Abgabe wird vom EWA erhoben und direkt der Gemeinde ausbezahlt. Für die Einwohnergemeinde Erstfeld dürften sich jährliche Einnahmen von zirka 13'000 bis 15'000 Franken ergeben. Der Gemeinderat und die RPK beantragen, dem Vertrag zuzustimmen.

Das Budget 2018 der Wasserversorgung Erstfeld weist bei Bruttokosten von 691'000 Franken ein kalkulatorisches Defizit von 38'000 Franken aus. Gemäss Botschaft der Gemeindewerke ist es trotz der Tariferhöhung im Jahr 2016 unter den gegebenen Umständen nicht möglich, ein ausgeglichenes Budget zu präsentieren. Gründe sind unter anderem unerkannte Quersubventionen vor der Einführung des neuen Buchhaltungs- und Abrechnungssystems. Weiter wurde die Tariferhöhung im Jahr 2016 unter dem Aspekt angestrebt, gleich viel Tarifeinnahmen zu generieren wie vor der Umstellung von Hahnentaxen auf mengenabhängige Gebühren.

Die zu deckenden höheren Betriebskosten waren zum Zeitpunkt der Tariferhöhung noch nicht ersichtlich, da die effektive Kostenwahrheit bei der Wasserversorgung erst mit der Rechnung 2016 erreicht wurde. Der Verwaltungsrat der Gemeindewerke und die RPK beantragen, dem Budget 2018 zuzustimmen. Um langfristig eine nachhaltige Finanzierung der Erstfelder Wasserversorgung sicherzustellen, sind weitere Massnahmen notwendig.

Investitionen beim «Spannort»

Ausgeglichen präsentiert sich das Budget 2018 des Alters- und Pflegeheims Spannort. Es weist einen Ertrag und einen Aufwand von 6,364 Millionen Franken aus. Der Verwaltungsrat wie auch die RPK beantragen, das Budget zu genehmigen. Die Pensions- und Betreuungspauschalen bleiben unverändert. Die Pflegetaxen 2018 erhöhen sich minimal. Im Budget 2018 wird auch auf kommende Investitionen für das bald 30-jährige Heim verwiesen. Der Verwaltungsrat hat im Juni 2017 eine Baukommission eingesetzt. Mit Unterstützung eines Architekturbüros wurden «Studien/Vorprojekte für bauliche Massnahmen» erarbeitet. Um künftige Investitionen/Sanierungen finanzieren zu können, wird im Budget 2018 eine Rückstellung von 600'000 Franken vorgesehen.

Einwohnergemeinde rechnet mit einem Plus

Bei einem Aufwand von 12,266 und einem Ertrag von 12,271 Millionen Franken schliesst die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde mit einem Gewinn von 5000 Franken ab. Als Folge der geplanten Nettoinvestitionen von 4,38 Millionen Franken ergibt sich mit 713'000 Franken ein erhöhter Abschreibungsbedarf. Bei den Steuererträgen wird im Jahr 2018 generell mit keinen grösseren Veränderungen gerechnet. Gestützt auf Erfahrungswerte, werden für die wirtschaftliche Hilfe 100'000 Franken weniger budgetiert. Höhere Kosten fallen bei der Restfinanzierung der Pflegekosten an. Die Investitionsrechnung 2018 weist Ausgaben von 5,58 und Einnahmen von 1,2 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Nettoinvestitionszunahme von 4,38 Millionen Franken. Der Steuerfuss (103 Prozent) und der Kapitalsteuersatz (0,01 Promille) sollen im Jahr 2018 gleich bleiben. Das gilt auch für die Feuerwehrsteuer.

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet morgen Mittwoch, 22. November, 19.30 Uhr im Kasinosaal statt. Die Unterlagen und Anträge können am Schalter der Gemeindekasse bezogen werden.

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