ERSTFELD: Gewerkschafter fordern mehr für die Bahn

Für die Gewerkschaften ist das in Erstfeld geplante Betriebszentrum der Bahn ein Schritt in die richtige Richtung, weitere müssen folgen.

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In Erstfeld soll ein Betriebszentrum für den Neat-Tunnel entstehen. (Bild pd)

In Erstfeld soll ein Betriebszentrum für den Neat-Tunnel entstehen. (Bild pd)

«Das bringt endlich ein bisschen Licht in die Pläne der SBB bezüglich Betriebskonzept am Gotthard», schreiben der Gewerkschaftsbund Uri (GBU) und die in Uri beschäftigten Mitglieder des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalverbandes (SEV).

Der Grund für diesen verhaltenen Optimismus: Die Ankündigung der SBB, dass für den Betrieb des Neat-Tunnels in Erstfeld ein Betriebszentrum gebaut werden soll. Damit verbunden spricht die Bahn von achtzig Arbeitsplätzen.

Sichere Arbeitsplätze werden gefordert
Ihre Meinung haben die Gewerkschafter gestern auch in einem Brief an den Urner Regierungsrat und den CEO der SBB, Andreas Meyer, kundgetan. Für die Urner Mitarbeitenden des Bereichs Infrastruktur/Unterhalt zeichne sich jetzt eine Lösung ab. Stark gefährdet seien aber nach wie vor Bahnarbeitsplätze, insbesondere beim Lokunterhalt und Lokpersonal in Erstfeld.

Die Gewerkschaften stellen sowohl an die SBB als auch an den Regierungsrat weitere Forderungen hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit. «Bei der Ankündigung von rund achtzig Arbeitsplätzen geht es nicht um die Schaffung von neuen Stellen, sondern lediglich um den Erhalt bestehender», schreiben die Gewerkschafter. GBU und SEV fordern deshalb von den SBB, dass der Standort Lokunterhalt in Erstfeld erhalten bleibt.

«Die geplante Bahninfrastruktur ist völlig ungenügend»
GBU und SEV erwarten vom Regierungsrat, seine Strategie hinsichtlich der Gleisanlagen im Rynächt zu überdenken: «Die geplante Bahninfrastruktur beim Neat-Portal im Rynächt ist für den Traktions- und Lokpersonalwechsel wie auch für den Betrieb des Erfahrungs- und Interventionszentrums völlig ungenügend.»

Nur wenn genügend Gleisraum für das Handling von Zügen unmittelbar vor dem Tunnelportal zur Verfügung stehe, könne auch dort mit Arbeitsplätzen im Lokpersonalbereich, Unterhalt und Sicherheit gerechnet werden.

Aus bahnstrategischer Sicht sei der Standort Rynächt optimal. «Ein bestmöglicher Lokpersonal-Einsatz zwischen den Terminals wäre damit gewährleistet», sind die Gewerkschafter überzeugt.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.