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ERSTFELD: Goldgräber haben viel zu tun

Die Mitglieder der Pfadi Krönten mussten sich in diesem Jahr im Lager nach den Wünschen von Glääfi McGläfferty und Schwedl Sweed orientieren und sich auch zu wehren lernen.
Matthias Furger
Der Lagerturm der Pfadi Krönten präsentiert sich in einer ganz speziellen Abendstimmung. (Bild: PD (Aesch BL, Juli 2017))

Der Lagerturm der Pfadi Krönten präsentiert sich in einer ganz speziellen Abendstimmung. (Bild: PD (Aesch BL, Juli 2017))

Matthias Furger

redaktion@urnerzeitung.ch

Sommer 1859: grosse Enttäuschung bei den Erstfelder Pfaderinnen und Pfadern. Das Sommerlager muss in diesem Jahr ausfallen, weil die Pfadi Krönten zu knapp bei Kasse ist. Stattdessen mussten sich alle Mitglieder der Abteilung als Arbeiter an ein reiches irisches Paar verkaufen, das in Amerika eine Stadt erbauen will.

So trafen sich alle am 3. Juli in Erstfeld, um die Reise nach Amerika, genauer nach Aesch BL anzutreten. Zum Glück stellte sich das irische Besitzerpaar, Glääfi McGläfferty und Schwedl Sweed, als sehr nett und gerecht heraus.

Doch wie überrascht waren die beiden, als die Vorarbeiter am zweiten Abend plötzlich auf Gold stiessen. Sofort verfielen Sweed und McGläfferty dem Goldrausch. Schlagartig wurden die Arbeiter nun zu Goldgräbern. Jede der drei Goldgräbergruppen legte eine eigene Goldmine an.

Professionelles Abbauen erlernt

Tags darauf dann der Schreckensmoment. Eine Banditenbande überfiel das Dorf und stahl alles Gold. Das bedeutete, dass die Goldgräber trainieren mussten, um wehrhaft zu werden und besser Gold abbauen zu können. Deshalb unternahmen sie einen Ausflug nach Schweizerhalle bei Pratteln, um bei den Schweizer Salinen zu lernen, wie man professionell Bodenschätze abbaut.

Währenddessen waren die ältesten Teilnehmer auf der Suche nach dem gestohlenen Gold und fanden es tatsächlich wieder. Natürlich griffen daraufhin die Banditen noch am selben Abend erneut an. Allerdings zahlte sich das Training aus, und sie konnten in die Flucht geschlagen werden. Es folgten zwei Tage, an denen in diversen Spielen Gold abgebaut werden konnte, das in der Bank gegen Geld eingetauscht wurde, um für die eigene Goldmine Werkzeuge und Arbeiter zu kaufen und so wiederum mehr Gold abbauen zu können.

Glääfi McGläfferty wird entführt

Doch die Banditen gaben keine Ruhe. Am Samstagmorgen entführten sie Glääfi McGläfferty, um ihren Verlobten zu erpressen. Die mutigen Goldgräber aber verfolgten die Schufte bis in die Badi, wo sie den Anführer einfangen und ins Gefängnis im Goldgräberdorf stecken konnten. Selbstverständlich liessen sie die Gelegenheit nicht ungenutzt, nach einer sehr heissen Woche ein kühles Bad zu nehmen.

Am Sonntag war ein Freudentag, denn unsere Freunde und Verwandten kamen aus der Schweiz nach Amerika, um uns zu besuchen und die jüngsten Goldgräber wieder nach Hause zu holen. Bereits am nächsten Morgen mussten wir aber mit ansehen, wie dem Banditenchef die Flucht gelang. Doch die verbliebenen Goldgräber hefteten sich sofort an seine Fersen, und nach einer zweitägigen Wanderung fanden sie ihn und einen seiner Komplizen in einer Badi in Basel. Zurück im Goldgräberdorf wanderte der Unhold erneut hinter Gitter. So konnten die wackeren Helden der Pfadi Krönten am Mittwoch in Ruhe weiter Gold aus der Mine fördern, bis die Vorkommen erschöpft waren.

Dank grosser Verdienste wieder in Freiheit

Am nächsten Morgen eröffneten Glääfi McGläfferty und Schedl Sweed ihren treuen Goldgräbern, dass sie aufgrund ihrer grossen Verdienste wieder in die Freiheit entlassen würden. Unter Jubel wurde deshalb mit dem Rückbau der Goldgräberkolonie begonnen. Am somit letzten Abend in der Kolonie liessen es alle ruhig angehen und feierten nach einem Poulet-Festmahl gemeinsam mit Gesang am Lagerfeuer. So ging mit der Heimreise am Freitag die Zeit in Amerika zu Ende. Mit dem Lohn, den sich die Goldgräber verdient haben, sollte aber 1860 wieder ein Pfadilager möglich sein. Dann werden die Pfader wieder allzeit bereit sein.

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