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ERSTFELD: Harley-Feeling auf dem Bike

Am «Tag der freien Pedale» im Breiteli präsentierte Stanislaus Arnold sein E-Cruiser-Bike «Urlette». Von der Möglichkeit, das spezielle Gefährt zu testen, wurde rege Gebrauch gemacht.
Paul Gwerder
Besucher konnten die Urlette im Breiteli ausgiebig testen. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. März 2017))

Besucher konnten die Urlette im Breiteli ausgiebig testen. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. März 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Jetzt bin ich parat», sagte Stanislaus «Stäni» Arnold bei der Lancierung des E-Cruiser-Bikes Urlette am Samstagnachmittag im Breiteli in Erstfeld. Bei der Neat-Eröffnung konnte Arnold erstmals seinen ausgereiften Prototypen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Nun fertigt Stäni Arnold nach Kundenbedürfnissen eine Ur­lette an, die nur in Kleinserien auf den Markt kommen wird. «Bei diesem Gefährt ist nichts ab Stange, sondern ich fertige den Rahmen selber an und passe danach die Gabel ein. Die Schaltung ist eine Pinion-Getriebeschaltung und der Motor, ein Schweizer Produkt von ‹Nabenmotor Go SwissDrive›.» Seine Kreativität hat Arnold schon mehrfach bewiesen – etwa mit der riesigen Giesskanne für die UKB oder der Holzkonstruktion «Brücke» beim Kreisel Wysshus.

Sitzposition wie auf einem Chopper

In einer Halle standen einige der neuartigen Elektrobikes, die auf den ersten Blick wie Chopper aussahen, für Testfahrten bereit. «Das war Harley-Feeling pur», sagte Ernst Herger nach einer Probefahrt. «Die Sitzposition ist extrem entspannt, und die Fahreigenschaften des Cruisers sind einfach phänomenal.»

Das bestätigt auch Pionier Arnold, dessen Begeisterung und Herzblut spürbar wird, wenn er von seiner Erfindung spricht: «Mit der Urlette zu cruisen, bedeutet gleiten, geniessen, erleben und abschalten.»

Mit lockeren Pedalbewegungen fährt man mühelos 30 bis 35 Stundenkilometer im flachen Terrain. Der Fahrer kann zwischen zwölf verschiedenen Gängen wählen und wird dabei von fünf unterschiedlichen Stufen des Elektromotors unterstützt. Für die Fahrt mit der Urlette, die mit Tretunterstützung 45 Stundenkilometer erreichen kann, braucht es einen Helm und eine Mofanummer.

Die für einen Cruiser typische tiefe, entspannte Sitzposition und vor allem das schnörkellose Design des ungewöhnlichen Gefährts werden auf der Strasse für viel Aufmerksamkeit sorgen. Auffallend bei der Urlette ist aber auch das LED-Licht. Normalerweise brennt während der Fahrt immer das Tagfahrlicht, welches bei Dunkelheit automatisch auf Abblendlicht umschaltet, ähnlich wie bei einem Auto. Ausserdem verfügt das Bike über eine Bremslichtfunktion.

Idee entstand während einer Tour an die Adria

«Auf die Idee bin ich gekommen, als ich mit einem gewöhnlichen E-Bike auf einer Tour von Süd­tirol an die Adria fuhr», erzählt er. «Unterwegs kam mir die Idee, dass diese Fahrt mit einem E-Cruiser noch viel entspannter und einzigartiger gewesen wäre.»

Als der heute 52-jährige gelernte Metallbauer wieder in der Schweiz war, begann er zu recherchieren, verschaffte sich einen Überblick über den Markt, studierte die Technik, und schon bald skizzierte er in seiner Werkstatt Prototypen, die er mit der Zeit mehrmals verfeinerte, anpasste und optimierte. Nun ist es so weit. Die E-Cruiser-Bikes Urlette kommen auf den Markt und stehen zum Verkauf bereit.

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