ERSTFELD: Helikopter-Absturz fordert vier Todesopfer

Im Kanton Uri ist oberhalb der SAC-Kröntenhütte ein Helikopter abgestürzt. Vier Personen kamen bei diesem Unglück ums Leben. Über die Unfallursache herrscht Ratlosigkeit.

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Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe der Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: map.search.ch)

Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe der Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: map.search.ch)

Dieser Helikopter ist oberhalb der Kröntenhütte abgestürzt. (Bild: Georg Epp / Neue UZ)

Dieser Helikopter ist oberhalb der Kröntenhütte abgestürzt. (Bild: Georg Epp / Neue UZ)

Am Montagmorgen, stürzte aus bisher unbekannten Gründen ein Helikopter der Swiss Helicopter Group der Basis Erstfeld oberhalb der Kröntenhütte (1903 Meter über Meer) im Erstfeldertal in unwegsamem Gelände ab. Nach Angaben der Kantonspolizei Uri kamen alle sich an Bord befindenden Personen beim Absturz ums Leben. Bei den Todesopfern handelt es sich gemäss Polizeiangaben um vier Urner.

Bei der betroffenen Swiss Helicopter Group herrscht Ratlosigkeit zur Unfallursache. Der Pilot sei erfahren, der Helikopter eine bewährte, erst ein Jahr alte Maschine gewesen. Das Flugwetter wurde als gut bezeichnet und die Route als «nicht schwierig». Auch die Urner Kantonspolizei kann keine Angaben zur möglichen Unfallursache und zur Dauer der Untersuchungen machen.

Markus Lerch, Flugbetriebsleiter der Swiss Helicopter Group, bestätigte am Montag an einer Medienkonferenz in Flüelen, dass bei dem Unglück vier Personen ums Leben gekommen seien. Dabei handelt es sich um den Piloten von Mitte Dreissig, einen Flughelfer von ebenfalls Mitte Dreissig, einen weiteren Flughelfer von 25 Jahren und einen 60-jähriger Monteur. Der Pilot flog gemäss Swiss Helicopter Group seit vier Jahren von Erstfeld aus Einsätze.

Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um einen Eurocopter. Sie war um 7 Uhr in Erstfeld gestartet und flog zunächst zur Leutschachhütte auf 2200 Meter über Meer, um dort einen Monteur abzusetzen. Der Monteur hatte Arbeiten in der Hütte zu erledigen.

Heli hat die Kröntenhütte nie erreicht

Die Maschine flog dann nach Andermatt und zurück zur Leutschachhütte, um den Monteur wieder aufzunehmen. Danach flog sie weiter zur Kröntenhütte, um dort einen Flughelfer abzusetzen. Die auf 1900 Meter Höhe gelegenen SAC-Einrichtung erreichte der Helikopter aber nicht mehr. «Kurz nach 9 Uhr ging bei uns die Meldung ein, ein Helikopter sei in der Nähe der Kröntenhütte abgestürzt und Rauch steige von der Unfallstelle auf», sagte Lerch.

Für die Bergung im unwegsamen Gelände stehen die Kantonspolizei Uri, die Rega, die Feuerwehr Erstfeld, ein Care Team und die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) im Einsatz. Die SUST hat eine Untersuchung eröffnet.

Betrieb vorerst eingestellt

Die Swiss Helicopter Group der Basis Erstfeld, stellt ihren Betrieb nach dem Unglück vorerst ein. Sie beschäftigt an der Basis Erstfeld üblicherweise 13 Personen und fliegt zwei Helikopter. Wie lange der Betrieb eingestellt wird, gab die Firma nicht bekannt.

pd/spe/zim/sda

Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe der Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: map.search.ch)

Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe der Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: map.search.ch)

Die Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: Elias Bricker / Neue UZ)

Die Kröntenhütte im Erstfeldertal. (Bild: Elias Bricker / Neue UZ)

Einsatzkräfte an der Absturzstelle des Helikopters. (Bild: Kapo Uri)

Einsatzkräfte an der Absturzstelle des Helikopters. (Bild: Kapo Uri)