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ERSTFELD: Historic-Team bedankt sich

Mitglieder des SBB-Historic-Teams zeigen Besuchern die historischen Loks, und am ersten Samstag im Monat können die alten Fahrzeuge bei Fitnessfahrten fotografiert werden.
Paul Gwerder
Der ehemalige Swissair-Pilot Peter Jost (links) wurde Gönner des Historic-Teams und überreichte Präsident Charly Infanger (Mitte) und Stefan Andermatt symbolisch die Gönnerkarte. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 2. Februar 2018))

Der ehemalige Swissair-Pilot Peter Jost (links) wurde Gönner des Historic-Teams und überreichte Präsident Charly Infanger (Mitte) und Stefan Andermatt symbolisch die Gönnerkarte. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 2. Februar 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Das SBB-Historic-Team Erstfeld hat am Freitagabend seine ­Gönner und Helfer sowie einige Behördenmitglieder zu einem Dankes­apéro im Depot eingeladen. Das Erstfelder Team besteht aus erfahrenen Lokführern und freiwilligen Teammitgliedern, die das geschichtsträchtige Rollmaterial von SBB Historic im Depot Erstfeld pflegen und unterhalten.

Besonders freute sich Präsident Charly Infanger, dass der neue Geschäftsleiter von SBB Historic, Stefan Andermatt, nach Erstfeld gekommen war. Der 56-jährige Maschineningenieur hat seine neue Stelle am 1. Oktober 2017 angetreten. Vorher war er Geschäftseinheitsleiter Instandhaltung der Region Mitte bei SBB Infrastruktur. Erfreut war Infanger zudem, dass er auch die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch begrüssen durfte, die immer ein offenes Ohr für die Anliegen vom Historic-Team habe.

Grosse Veränderungen durchgemacht

Im vergangenen Jahr hat sich SBB Historic mit Sitz in Windisch aus finanziellen Gründen entschlossen, sich in Zukunft nur noch auf eine Kernflotte von insgesamt 14 Triebfahrzeugen zu konzentrieren. Dazu gehören die in Erstfeld beheimateten Lokomotiven Ce 6/8 Nr. 14253 («Krokodil») und die Ae 6/6 Nr. 11411 mit dem Wappen des Kantons Zug. «Wir hatten die einmalige Gelegenheit, weitere drei Triebfahrzeuge als Leihgabe zu übernehmen. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um die geschichtsträchtige, 34 Meter lange und rund 240 Tonnen schwere Ae 8/14 Nr. 11801. Dazu kommen die Ae6/6 Nummer 11402 mit dem Kantonswappen ‹Uri› und der Triebwagen BDe 4/4 mit dem Über­namen ‹Schwalbe›», erklärte Charly Infanger. Die neuen Leihverträge erlauben es dem Erstfelder Team, eigene Fahrten auf der Gotthard-Bergstrecke mit diesen Fahrzeugen anbieten zu können. «Die Fahrzeuge bleiben weiterhin im Besitz der Stiftung –aber wir können diese auf eigene Kosten betreiben», so Infanger.

Für Stefan Andermatt ist dies eine gute Lösung: «Wegen der finanziell angespannten Lage sind wir zu diesem Entscheid gekommen. Der Verein ist verpflichtet, die drei Triebfahrzeuge zu unterhalten und die Betriebssicherheit zu garantieren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies gelingen wird, denn ich sehe hier ein dynamisches und sehr engagiertes Team.» Die Infrastrukturkosten wie etwa Mietverträge oder den gesamten Heizungsaufwand zahlt weiterhin SBB Historic.

Jeden Monat gibt es Fitnessfahrten

Der Leiter Administration, Roland Seehaus, machte auf das vielfältige Angebot im Depot Erstfeld aufmerksam. Jeden ersten Samstag im Monat werden die Lokomotiven und das Rollmaterial bei sogenannten «Fitnessfahrten» bewegt. Dies lockt jedes Mal Dutzende mit Fotoapparaten ausgerüstete Eisenbahnfans von nah und fern an, die immer auf ein gutes Bild aus sind. Daneben gibt es verschiedene Events oder Depotbesichtigungen. Besonders beliebt sind die Führerstandfahrten, bei denen die Gäste zuvorderst im Triebwagen hautnah neben dem Lokführer die Fahrt über die berühmte Gotthard-Bergstrecke geniessen können. Mit diesen Aktivitäten versucht das Historic-Team, den Leuten die Eisenbahn und deren Geschichte näher zu bringen.

Einen besonderen Augenblick erlebte Peter Jost aus Nürensdorf (ZH), am vergangenen Freitag. «Heute bin ich offiziell Gönner dieses Vereins geworden, der mich und meine Partnerin unheimlich fasziniert. Ich war als kleiner Bub schon ein grosser Eisenbahnfan, aber dann wurde ich Berufspilot bei der Swissair. Diesen Job übte ich 40 Jahre lang aus. Seit ich pensioniert bin, kann ich mich wieder meinem Hobby, der Eisenbahn, widmen.»

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