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ERSTFELD: Historische Attraktion für die Bergstrecke

Das SBB Historic Team Erstfeld kann von SBB Historic als Leihgabe drei Fahrzeuge übernehmen und diese selber einsetzen und somit Fahrten in eigener Regie durchführen. Die Mitglieder haben an der ausserordentlichen Generalversammlung zugestimmt.
Die Ae 6/6 Nr. 11402 «Uristier» geht als Leihgabe an das SBB Historic Team Erstfeld. (Bild: Roland Seehaus, SBB Historic Team Erstfeld)

Die Ae 6/6 Nr. 11402 «Uristier» geht als Leihgabe an das SBB Historic Team Erstfeld. (Bild: Roland Seehaus, SBB Historic Team Erstfeld)

SBB Historic mit Sitz in Windisch wird sich aus finanziellen Gründen in Zukunft nur noch auf eine Kernflotte von 14 Triebfahrzeugen konzentrieren. Dies hat SBB Historic in einer Pressemitteilung erläutert. In dieser Kernflotte befinden sich die durch SBB Historic betriebenen und in Erstfeld beheimateten Lokomotiven Ce 6/8 II Nr. 14253 «Krokodil» und die Ae 6/6 Nr. 11411 mit dem Kantonswappen «Zug». Drei Triebfahrzeuge hat SBB Historic dem Team Erstfeld als Leihgabe angeboten.

Die Mitglieder des Vereins SBB Historic Team Erstfeld haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung am vergangenen Samstag, 9. Dezember, den Leihverträgen ein­stimmig zugestimmt. Als Gäste konnte Präsident Charly Infanger die Gemeindepräsidentin Pia Tresch-Walker und den Gemeinderat Walter Marty sowie von Seiten von Uri Tourismus Verwaltungsratspräsident Felix Muheim begrüssen.

Drei geschichtsträchtige Triebfahrzeuge

Bei den Fahrzeugen, die das Urner Team übernehmen wird, handelt es sich um drei geschichtsträchtige Triebfahrzeuge. Das grösste ist die 34 Meter lange und rund 240 Tonnen schwere Doppellok Ae 8/14 Nr. 11801. Es wurden zwei unterschiedliche Prototypen Ende der 1920er-­Jahre den SBB abgeliefert. Die Nr. 11801 wurde vor dem Schrotthändler gerettet und befindet sich seit Ende den 1970er-Jahren im Lokomotivdepot Erstfeld. Aktuell steht die Doppellok allerdings im Industriewerk Bellinzona, da sie auf einer Fahrt im April einen ­Lagerschaden durch einen Heissläufer erlitten hat. Ebenfalls am vergangenen Wochenende haben Mitglieder der Dampfgruppe ­Zürich und des Team Erstfeld die in der Zwischenzeit reparierte Achse eingebaut.

Das zweite Fahrzeug ist der für die Nebenstrecken in den frühen 1950er-Jahren abgelieferte BDe-4/4-Triebwagen mit der Nummer 1646. Er verkehrte zwar kaum am Gotthard. Die Nr. 1646 war allerdings von 1995 bis 2005 als Schulinfozug unterwegs und erhielt wegen des damaligen farbigen Anstriches den Übernamen «Schwalbe». Im ehemaligen Personenabteil befindet sich heute eine Bar, die Sessel aus dem ehemaligen Salonwagen des Bundesrates und die Führerstände sind frei zugänglich. Beim dritten Fahrzeug handelt es sich um den Prototyp der Gotthardlok schlechthin, die Ae 6/6. Der zweite Prototyp ist die Ae 6/6 Nr. 11402 mit dem Kantonswappen «Uri», im Team und bei den Eisenbahnern liebevoll als «Uri­stier» bezeichnet.

Erste Fahrt ist terminiert

Die neuen Leihverträge erlauben es dem Erstfelder Team, Fahrten auf der Gotthard-Bergstrecke mit diesen Fahrzeugen anbieten zu können. Der Leiter Fahrten, Lokführer Pascal Mangold, konnte an der GV Daten bekanntgeben: Die erste eigene Fahrt, eine Führer­standsfahrt mit dem BDe-4/4-Salontriebwagen von Erstfeld nach Airolo und retour startet am Samstag, 10. März 2018, um 9.45 Uhr mit Halt in Gurtnellen (Besichtigung des historischen Stellwerkes), einem Halt beim ehemaligen Bahnwärterhaus Eggwald und der Rohrbachbetonbrücke, einem besonderen Halt in der Nische in Tunnelmitte und auf dem Rückweg ein Besuch des noch aktiven Stellwerks in Göschenen.

Herausforderungen der Zukunft

Präsident Charly Infanger betonte, dass es neue Herausforderungen für das rund 25-köpfige Team gibt. Es kommen neue Aufgaben auf die Mitglieder zu, die alle ­Aktivitäten in der Freizeit und ehrenamtlich ausführen. Konnten bisher die Arbeiten und die Aktivitäten im Lokomotivdepot bewältigt werden, sind in Zukunft weitere helfende Hände in Form von Aktiv-, Passiv- und Gönnermitgliedern gesucht.

Als Zeichen für die Zukunft konnte der Leiter Administration, Roland Seehaus, den Mitgliedern ein neues Logo präsentieren. Es zeigt als symbolisches Element die typische Form der Ae-6/6-Chromverzierung an der Stirnfront, den sogenannten «Schnauz». Anstatt wie beim Original ziert nicht das Schweizer Wappen das Logo, sondern das Urner Wappen. Damit wird die Verbundenheit des Teams im Kanton Uri symbolisiert. Mit dem Zusatz «Eisenbahnhistorischer Verein am Gotthard» ist auch klar, was wo gemacht wird. (red)

Hinweis

Die Fahrten der Kernflotte können über Uri Tourismus gebucht werden. Die Internetsite www.tunnel<i>&shy;erlebnis</i>.ch bietet die nötigen Informationen an.

Die Mitglieder des SBB Historic Team Erstfeld und die Gäste an der Generalversammlung vom Samstag 09. Dezember 2017 im BDe 4/4 Salontreibwagen. (Bild: Roland Seehaus, SBB Historic Team Erstfeld)

Die Mitglieder des SBB Historic Team Erstfeld und die Gäste an der Generalversammlung vom Samstag 09. Dezember 2017 im BDe 4/4 Salontreibwagen. (Bild: Roland Seehaus, SBB Historic Team Erstfeld)

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