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ERSTFELD: Ihre Bilder bringen Farbe in den «Spannort»

Vreny Epp stellt rund 30 Landschafts- und Blumenbilder im Betagtenheim Spannort aus. Mit dem Thema «Liäbi zur Heimat» berührt die Künstlerin nicht nur den Heimleiter, sondern auch die Bewohner.
Vreny Epp betrachtet ihr Bild im «Spannort» Erstfeld, welches den gleichnamigen Berg zeigt. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 24. März 2017))

Vreny Epp betrachtet ihr Bild im «Spannort» Erstfeld, welches den gleichnamigen Berg zeigt. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 24. März 2017))

Im Spannort in Erstfeld sind seit Freitag fast 30 Bilder der Künstlerin Vreny Epp ausgestellt. Engelbert Zurfluh, Geschäftsleiter Spannort, war hocherfreut, dass er sein Heim für die zweite Bilderausstellung zur Verfügung stellen durfte. «Der Blick auf die liebevollen Landschaftsbilder von Vreny Epp erfreuen nicht nur mich, sondern insbesondere die Heimbewohnerinnen und Bewohner.» Viele Werke, wie der Stäubifall, erinnern die Leute oder auch Gäste an einen schönen Ausflug nach Aesch im Schächental.

Die Ausstellung mit den prachtvollen Bildern steht unter dem Thema «Liäbi zur Heimat». Seine Schwester empfinde es nicht als selbstverständlich, ihre Werke an einem so schönen Ort der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen, sagte Hanspeter Lusser bei seiner Laudatio. «Heimat ist ein weiter Begriff, aber für die meisten Menschen ist das der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist.» Für Vreny Epp also die «Sandmatt» nördlich von Erstfeld. Nach der Laudatio dankte die Künstlerin: «Ich bin sehr gerührt und spüre eine grosse Freude in mir.» Besonders freute sich die Malerin, dass ihre Mutter, die hier im Spannort lebt, diese Ausstellung auch noch erleben durfte.

Gezwungenermassen Rechtshänderin

Die Nähe zur Natur sowie ihr grosses künstlerisches Talent wurden Epp wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt, denn schon als kleines Kind hat sie sehr gerne gezeichnet und gemalt, und auch in der Schule war Zeichnen ihr Lieblingsfach. Aber dort tauchte ein Problem auf, weil ihre starke Hand die linke war. Damals war es jedoch verboten, mit der linken Hand zu schreiben, und deshalb musste sie dies dort auch mit der rechten Hand lernen, sonst hätte es von den Klosterfrauen garantiert eine «Tatze» gegeben.

Nach der Schulzeit wurde Epp Krankenpflegerin und heiratete später ihren Mann, mit dem sie drei Kinder aufzog. Das Feuer der Malerei ist in Vreny Epp nie erloschen, deshalb hat sie im Kollegium Altdorf einen ersten Malkurs besucht. Dort lernte sie die verschiedensten Maltechniken, und sie spürte bald, dass Aquarell das Richtige für sie ist. Inzwischen malt Vreny Epp schon über 13 Jahre mit Emmi Furrer zusammen und hat sich bei verschiedenen Künstlern an regelmässigen Kursen immer weiterentwickelt. Ihre Lieblingssujets sind Dörfer, Landschaften und vor allem auch Blumen.

Den Gästen gefielen besonders die Zeichnungen der verschiedenen Dörfer von Bauen bis Amsteg und natürlich der höchste Berg von Erstfeld, der Spannort, dieses Bild ist hier garantiert am richtigen Ort. Aber auch der Bristen sowie einige Wasserfälle und die farbenfrohen Rosenbilder zogen die Blicke der Gäste auf sich. Die abwechslungsreiche Ausstellung hat allen Leuten gefallen, so auch Esther Stadler, die zusammen mit Ursi Loretz die Vernissage musikalisch umrahmte: «Ich liebe solche Werke, denn hier sehe ich noch, wo und was es ist.»

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Ausstellung ist bis am 30. Juni jeweils montags bis samstags von 13.30 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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