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ERSTFELD: Investitionen ohne höhere Steuern

Die Stimmbürger genehmigten alle traktandierten Geschäfte ohne eine einzige Wortmeldung. Informiert wurde auch über die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde.
Von links: Martin Zgraggen und Franziska Bissig wurden verabschiedet, und auch Benedikt Furger (30 Dienstjahre) und der bisherige Quartiermeister Carlo Bay erhielten ein Geschenk. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 22. November 2017))

Von links: Martin Zgraggen und Franziska Bissig wurden verabschiedet, und auch Benedikt Furger (30 Dienstjahre) und der bisherige Quartiermeister Carlo Bay erhielten ein Geschenk. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 22. November 2017))

78 Personen, darunter 63 Stimmberechtigte, nahmen am Mittwoch an der Gemeindeversammlung in Erstfeld teil. Einleitend gab Präsidentin Pia Tresch diverse Infos ab.

Über das ganze Bahn-Areal ist ein Nutzungskonzept erstellt worden, das der Gemeinderat anlässlich eines Workshops im Dezember diskutieren will. Am selben Tag wird auch das weitere Vorgehen betreffend Sanierung- und Neubauprojekten der Schulanlagen besprochen.

Weil die SBB die Preise bei den übertragbaren Tageskarten wieder erhöht haben, kostet diese in Erstfeld ab Neujahr 40 Franken. Allerdings liegt sie preislich im Vergleich zu anderen Gemeinden weiterhin im unteren Bereich.

Das Baukonsortium Alfred Müller AG hat beschlossen, mit der Überbauung des Stegmätteli noch zuzuwarten respektive die künftige Entwicklung im Wohnungsmarkt zu beobachten.

Wenig Verständnis hat der Gemeinderat für Schäden durch Vandalismus, die in letzter Zeit wieder zugenommen haben.

Mietzinsobergrenze wird eingehalten

Ein Leserbrief in der «Urner Zeitung» zum Thema «Einquartierung von Flüchtlingen in einem neuen Haus» (siehe Ausgabe vom 22. November) hat in der Gemeinde Staub aufgewirbelt. Dazu stellte Sozialvorsteher Paul Gwerder klar, dass vier anerkannte Flüchtlinge im Neubau an der Schlossbergstrasse eingezogen seien. Diese dürfen den Wohnort innerhalb des Kantons frei wählen, können sich selber eine Wohnung suchen und schliessen mit dem Vermieter persönlich den Mietvertrag ab. «Dagegen kann der Gemeinderat nichts machen», sagte Gwerder. «Wichtig ist, dass sich die jungen Männer an die Mietzinsobergrenze halten, welche die Sozialbehörde Urner Oberland für Erstfeld festgesetzt hat. Diese beträgt für eine Einzelperson maximal 800 Franken. Die neuen Eineinhalbzimmerwohnungen kosten genau 780 Franken inklusive Nebenkosten», erklärte der Sozialvorsteher. Bis die anerkannten Flüchtlinge einen Job gefunden haben, übernimmt das Rote Kreuz die Wohnungsmiete und die Krankenkassenprämie. Dazu erhalten die Männer einen Grundbedarf von 986 Franken. «Dies ist genau gleich viel, wie ein alleinstehender Sozialhilfebezüger in Erstfeld erhält», erklärte der zuständige Gemeinderat.

82 Flüchtlinge in 35 Wohnungen

Die Männer würden intensiv mit Deutsch- und Integrationskursen des Roten Kreuzes gefördert, damit erhöht sich für sie die Chance für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Von den rund 500 Flüchtlingen im Kanton Uri leben zurzeit etwa 82 in rund 35 Wohnungen in Erstfeld.

Verschiedene Wahlen getätigt

Für das zurückgetretene RPK-Mitglied Cyrill Amherd konnte bisher kein Ersatz gefunden werden. Im Verwaltungsrat der Gemeindewerke wurden Präsidentin Karin Gaiser Aschwanden sowie die Mitglieder Peter Dittli, Marco Zanolari-Bissig und Alois Zgraggen-Stadler für die Amtsdauer 2018/19 bestätigt. Für den zurücktretenden Valentin Feubli wurde Markus Frei neu gewählt.

Im «Spannort»-Verwaltungsrat gab es keine Änderungen. Gewählt wurden Präsident Bernhard Indergand-Zgraggen sowie die Mitglieder Karl Schuler-Sonderegger, Markus Widmer und Agnes Dittli Epp. Der neue Hauswart Markus Aschwanden übernimmt die Nachfolge von Carlo Bay als Quartiermeister, und Stellvertreter ist wie bisher Benedikt Furger.

Gemeindewerke-Geschäftsführer Peter Dittli stellte das Budget der Wasserversorgung vor. Es prognostiziert bei Bruttokosten von 691000 Franken ein kalkulatorisches Defizit von 38000 Franken. Trotz der Tariferhöhung im Jahr 2016 sei es unter den gegebenen Umständen nicht möglich, ein ausgeglichenes Budget zu präsentieren.

Drei neue Ausbildungsplätze

Dafür konnte «Spannort»-Verwaltungsratspräsident Bernhard Indergand ein ausgeglichenes Budget vorlegen, dies bei einem Aufwand von 6,36 Millionen Franken. «Um ein neutrales Budget zu erreichen, müssen wir die Pflegetaxen um 3 Rappen von bisher 1,14 auf 1,17 Franken je Pflegeminute erhöhen», sagte Indergand. Erfreulich sei, dass es zu den jetzigen sieben Ausbildungsplätzen zwei zusätzliche Lehrstellen für Fachangestellte Gesundheit sowie einen Ausbildungsplatz für einen Fachmann Betriebsunterhalt gebe.

Steuerfuss bleibt bei 103 Prozent

Gemeindeverwalter Theo Bissig konnte ein erfreuliches Budget mit einem Überschuss von 5000 Franken präsentieren, dies bei Aufwendungen von 12,266 Millionen Franken. Beruhigend für die Gemeinde Erstfeld ist, dass der Steuerfuss von 103 Prozent mindestens für die nächsten drei Jahre nicht angepasst werden muss – dies trotz der hohen Investitionen bei den Sportanlagen, des geplanten Neubaus des Feuerwehrlokals und der Sanierung der Schulanlagen.

Zum Schluss wurden die Einbürgerungsgesuche des deutschen Ehepaars Gerd und Sabine Germer-Höfig und der srilankischen Geschwister Asvien und Gajanie Rajamohan gutgeheissen.

red

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