ERSTFELD: Jeder fünfte LKW-Chauffeur missachtet Regel

Viele Schweizer Camionneure verschaffen sich gegenüber ihren ausländischen Berufskollegen einen Vorteil – oft zu unrecht, wie die neuste Schwerverkehrs­kontrolle in Erstfeld zeigt.

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Lastwagen mit einem S-Schild mit Ziel Tessin werden gegenüber ausländischen Transporteuren bevorzugt. (Archivbild Neue LZ)

Lastwagen mit einem S-Schild mit Ziel Tessin werden gegenüber ausländischen Transporteuren bevorzugt. (Archivbild Neue LZ)

Die Urner Polizei führte vom 2. bis 6. August eine Schwerverkehrskontrolle in Erstfeld durch und legte ihr Hauptaugenmerk auf die Lastwagen mit einem S-Schild. 181 Lastwagen sind kontrolliert worden. 36 Chauffeure missachteten die spezielle Vorschrift.

Transporteure, die auf der Nord-Süd-Achse Güter durch die Schweiz fahren, müssen sich am Gotthard (und San Bernardino) an den Dosierstationen in die Wartespur für den Transitverkehr einreihen. Damit soll ein möglichst flüssiger Verkehrsstrom durch die Alpentunnels erreicht werden. Von dieser Pflicht befreit sind Schweizer Lastwagen, die Waren innerhalb der Landesgrenzen transportieren. Sie dürfen an den Warteräumen des Transitverkehrs vorbeifahren. Ihr Sonderstatus wird mit einem S-Schild am Fahrzeug signalisiert.

rem