ERSTFELD: Jetzt Rollen die ersten Lastwagen wieder

Beim neuen Schwerverkehrs­zentrum Ripshausen bei Erstfeld wird am kommenden Montag der Abfahrtsraum in Betrieb genommen. Die bestehenden Warteräume der A2 in den Kantonen Uri und Nidwalden werden aufgehoben.

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Ein Lastwagen auf dem Warte­platz in Erstfeld. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Ein Lastwagen auf dem Warte­platz in Erstfeld. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Verantwortliche des Bundes und des Kantons Uri eröffneten am Donnerstag den neuen Abfahrtsraum des Schwerverkehrszentrums.

Ab nächster Woche wird der Schwerverkehr auf der A2 in Richtung Süden von dort aus dosiert fahren gelassen. Gleichzeitig werden die bisherigen Warteräume in Flüelen und Attinghausen aufgehoben.

Der Warteraum in Nidwalden wird nicht mehr in Betrieb genommen. «Damit entfällt ein unnötiges Unfallrisiko für die Chauffeure, die übrigen Verkehrsteilnehmer, aber auch für das Polizeipersonal», sagte der Urner Sicherheitsdirektor Josef Dittli vor den Medien. «Und die Autobahn kann wieder uneingeschränkt dem fliessenden Verkehr zur Verfügung gestellt werden.»

Jeder zehnte Lastwagen wird kontrolliert
Warteplätze sind nötig, um die Tropfenzählstelle in Göschenen, die nach dem schweren Unfall im Gotthardtunnel 2001 mit elf Toten eingerichtet wurde, nicht zu überlasten. In Ripshausen stehen insgesamt 360 Parkplätze zur Verfügung.

Ab kommendem Oktober sind zudem Schwerverkehrskontrollen geplant. Diese erfolgen nach dem Stichprobenprinzip, wobei in- und ausländische Lastwagen gleich behandelt werden. Von täglich rund 1.500 Lastwagen werden bei Vollbetrieb durchschnittlich rund 150 einer ersten und davon nochmals etwa 35 einer vertieften Kontrolle unterzogen. Insgesamt werden im Schwerverkehrszentrum rund neue 50 Stellen geschaffen.

AP