ERSTFELD: Komitee wehrt sich gegen Pläne der Schützen

Ein «Komitee gegen verordneten Schiesslärm» sammelt Unterschriften. «Das Mass ist voll. Erstfeld hat genug!» So lautet der Tenor.

Bruno Arnold
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Der Kantonalschützenverband Uri (KSVU) will eine neue zentrale 300-Meter-Schiessanlage mit rund 16 Scheiben realisieren. Als idealer Standort schwebt den Urner Schützen das Gebiet nördlich des Portals des Neat-Basistunnels in Erstfeld vor, direkt oberhalb der Gotthardstrasse. Die meisten Urner Schützengesellschaften befürworten diese Pläne.

«Erstfeld hat genug!»

Ein «Komitee gegen verordneten Schiesslärm in Erstfeld» sammelt nun aber Unterschriften gegen die Pläne des KSVU. «Damit wollen wir den Gemeinderat unterstützen und in seiner ablehnenden Haltung bestärken», sagt der Sprecher des Komitees, Andreas Siegenthaler. Erstfeld habe in den letzten Jahren viele Immissionen ertragen: die Neat-Baustelle, das Schwerverkehrszentrum, zwei Helibasen und die Autobahn. Nicht zu vergessen die Staub- und Lärmbelastungen des Installationsplatzes während der Sanierung des A2-Abschnitts Erstfeld–Amsteg. «Und jetzt soll Erstfeld einmal mehr missbraucht werden, für Immissionen, die keiner haben will», so Siegenthaler. «Das Mass ist voll, Erstfeld hat genug!»